Warum Heißarbeiten in Solingen besondere Vorsicht verlangen
Solingen ist eine Stadt des Schleifens und Schmiedens. Das zeigt sich nicht nur an den Betrieben, die heute Klingen, Bestecke und Fahrzeugteile fertigen, sondern auch an einem großen Bestand alter Bausubstanz. In Aufderhöhe sind rund 50 Bauwerke als Denkmal eingetragen, überwiegend Fachwerkhäuser. Der Ortskern von Wald steht als Ganzes unter Denkmalschutz, sein Kirchturm aus der Zeit um 1150 gilt als ältestes erhaltenes Gebäude der Stadt. In Unterburg reihen sich Häuser mit Fachwerk und Schieferverkleidung an der Wupper.
Wo in solchen Häusern geschweißt, gelötet, geflext oder mit offener Flamme abgedichtet wird, reichen kleine Funken, um Holzbalken, Dämmung oder Staub in Zwischendecken in Brand zu setzen. Gleiches gilt in Werkhallen, in denen Schleifstaub, Öle und Verpackungsmaterial lagern. Eine Brandwache beobachtet deshalb nicht nur den Arbeitsplatz, sondern auch angrenzende Räume und Bauteile.
Gebäude und Anlagen mit Bedarf an Brandwachen
Diese Orte in Solingen stehen beispielhaft für Arbeiten, bei denen eine Brandwache gefordert oder sinnvoll ist:
- Schloss Burg: ab 1890 wiederaufgebaut, 1920 in großen Teilen ausgebrannt, seit 1984 Baudenkmal und seit 2014 in umfassender Sanierung
- Theater und Konzerthaus von 1963, errichtet an der Stelle der 1957 abgebrannten Schützenburg
- Deutsches Klingenmuseum im ehemaligen Kloster in Gräfrath und Kunstmuseum im alten Gräfrather Rathaus
- Gesenkschmiede Hendrichs, Balkhauser Kotten und Wipperkotten als Industriedenkmale
- das 1921 errichtete Verwaltungsgebäude von Kieserling & Albrecht, seit 2023 unter Denkmalschutz
- Metallbetriebe im Monhofer Feld und auf dem Piepersberg bei Umbau und Instandhaltung
Für die Klingenhalle am Weyersberg hat sich der Stadtrat im Februar 2025 für eine Sanierung ausgesprochen. Bei solchen Arbeiten in Versammlungsstätten kommt hinzu, dass Fluchtwege und Brandmeldeanlagen zeitweise eingeschränkt sein können.
Ablauf einer Brandwache
Vor Beginn gehen wir mit Ihrer verantwortlichen Person den Arbeitsbereich ab: Wo wird geschweißt oder getrennt, was liegt in der Nähe, wo sind Wanddurchbrüche, Schächte oder offene Fugen, durch die Funken weiterwandern können? Unser Personal wird dabei in die Löschmittel vor Ort eingewiesen und stellt sie griffbereit auf. Brennbares, das nicht entfernt werden kann, wird abgedeckt.
Während der Arbeiten beobachtet die Brandwache Funkenflug und Rauch, auch in Nachbarräumen und unter Decken. Ist eine Brandmeldeanlage für die Dauer der Arbeiten abgeschaltet, ersetzt die Brandwache diesen Teil der Überwachung. Nach Arbeitsende folgt die Nachkontrolle über den im Erlaubnisschein festgelegten Zeitraum, bei der unsere Kraft angrenzende Bauteile von Hand auf Wärme prüft, unter Dielen und hinter Verkleidungen nachsieht und auf Brandgeruch achtet. Bei Holzbalken in alten Kotten oder Fachwerkhäusern kann ein Glutnest lange unbemerkt bleiben, deshalb nehmen wir diese Phase genauso ernst wie die Arbeiten selbst. Erst dann wird der Bereich freigegeben und das im Bericht mit Uhrzeit festgehalten.
Einsatz aus Neumünster, Planung je Vorhaben
Staffsec ist in Neumünster ansässig und hat Niederlassungen in Berlin und Bremen, in Nordrhein-Westfalen dagegen keinen Standort. Brandwachen in Solingen übernehmen wir, wenn der Zeitraum feststeht und wir das Personal für die gesamte Dauer einschließlich Nachkontrolle zusagen können. Kurzfristige Einzeltermine sind von außerhalb des Landes schwerer zu besetzen, das sagen wir Ihnen gleich bei der Anfrage.
Ein fester Ansprechpartner ist für Rückfragen rund um die Uhr unter +49 4321 78 33 590 erreichbar. Das Personal hat mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO, das Unternehmen ist nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Allgemeines zur Leistung finden Sie unter Brandwachen, das Land unter Brandwache in Nordrhein-Westfalen, alle Leistungen für die Stadt auf Sicherheitsdienst Solingen. Für Arbeiten jenseits der Stadtgrenze lohnt ein Blick nach Wuppertal.
Was eine Brandwache in Solingen kostet
Für Brandwachen nennen wir einen Richtwert von 23 bis 50 € netto je Stunde. Ins Gewicht fallen vor allem Arbeiten in der Nacht oder am Wochenende, wie sie bei Umbauten in laufenden Werken oder bei Arbeiten nach Ende des Museums- und Spielbetriebs üblich sind, außerdem die Länge der Nachkontrolle und die Zahl gleichzeitig betreuter Arbeitsbereiche.
Bei längeren Sanierungen mit vielen einzelnen Heißarbeiten lässt sich eine Brandwache über mehrere Tage planen, statt jeden Termin einzeln anzufragen. Das erleichtert uns die Personalplanung und Ihnen die Abstimmung mit den Gewerken.


