Warum Heißarbeiten in Hennigsdorf eine Wache brauchen
Hennigsdorf ist eine Stadt der Metallverarbeitung. Im Gewerbegebiet Nord arbeiten ein Elektrostahlwerk, ein Metall- und Schrottrecycler, ein Stahlbaubetrieb und ein Automobilzulieferer, im Gewerbegebiet Süd wird an Schienenfahrzeugen gebaut. In solchen Betrieben wird ständig geschweißt, gebrannt und getrennt, bei Wartung, Umbau oder Reparatur oft außerhalb der Produktionszeiten.
Eine Brandwache steht während der Arbeiten neben dem Ausführenden, beobachtet den Funkenflug, deckt bei Bedarf brennbare Teile ab und kontrolliert nach Ende der Arbeiten so lange, wie der Erlaubnisschein es vorsieht. Glimmbrände in Staub, Dämmung oder Kabelkanälen werden manchmal erst nach Stunden sichtbar.
Orte mit besonderen Brandlasten
In Hennigsdorf wird eine Brandwache vor allem an diesen Orten gebraucht:
- Hallen im Gewerbegebiet Nord, etwa im Stahlbau und im Metallrecycling
- Gewerbehof Nord an der Eduard-Maurer-Straße mit großer Produktionshalle und Kränen
- Fertigungshallen des Schienenfahrzeugbaus im Gewerbegebiet Süd
- Martin-Luther-Kirche, 1853 bis 1855 nach Entwurf von Friedrich August Stüler gebaut, mit zwölf Farbglasfenstern von Charles Crodel
- Dorfkirche Nieder Neuendorf, ein mittelalterlicher Feldsteinbau
- Neugotisches Rathaus von 1914 mit Stadtmuseum
- KreativWerkR6, ein denkmalgeschützter Schulbau von 1926 mit Werkstätten
In Werkhallen liegen die Risiken in Öl, Staub und gelagertem Material, in alten Gebäuden in Holz, Hohlräumen und wertvoller Ausstattung.
Kirchen und Denkmale
An Kirchen und alten Bauten wird gelötet, wenn Dachrinnen und Bleche erneuert werden, Dachdecker arbeiten mit Flamme, und bei Sanierungen werden alte Leitungen getrennt. In der Martin-Luther-Kirche hängen Farbglasfenster, die sich nicht ersetzen lassen, in der Dorfkirche Nieder Neuendorf ebenfalls Glasmalereien von Crodel. Funken, die in Dachstühle, Zwischendecken oder hinter Verkleidungen fallen, werden dort leicht übersehen.
Unsere Brandwache achtet auf solche Stellen, hält Löschmittel bereit, in die sie vor Ort eingewiesen wurde, und geht nach Ende der Arbeiten Dachraum und angrenzende Räume ab. Was sie feststellt, steht mit Uhrzeit im Bericht.
Im KreativWerkR6 liegt der Fall anders: Der Schulbau von 1926 wird heute mit Werkstätten für Metall, Holz und Textil genutzt, dazu kommen ein Lasercutter und 3D-Drucker. Wird dort umgebaut oder an der Haustechnik gearbeitet, treffen Funken auf Holzstaub, Stoffreste und Material aus den Werkstätten. Wir sprechen mit der Hausverwaltung ab, welche Räume während der Arbeiten geräumt oder abgedeckt werden und wer nach Feierabend für die Nachkontrolle Zugang zum Gebäude hat.
Energieanlagen und Ausfall von Brandmeldeanlagen
Zur Gruppe der Stadtwerke gehört ein Biomassekraftwerk, außerdem haben die Stadtwerke am Heizwerk Nord 2 an der Veltener Straße einen großen Wärmespeicher aus Stahl geplant, der vor Ort geschweißt wird. Bei Montage- und Wartungsarbeiten an solchen Anlagen ist eine Brandwache oft Teil der Freigabe.
Eine Brandwache kann außerdem nötig werden, wenn eine Brandmeldeanlage ausfällt, umgebaut oder erweitert wird. Lassen Behörde oder Versicherer das zu, überbrückt eine Wache die Zeit bis zur Wiederinbetriebnahme. Wir gehen dann regelmäßig durch das Gebäude, prüfen Flucht- und Rettungswege und alarmieren im Ernstfall die Feuerwehr.
Planung und Qualifikation
Hennigsdorf liegt in unserer Kernregion Nord. Die Einsätze planen wir von unserer Zweigniederlassung in der Aroser Allee 81 in Berlin; ein Büro in Hennigsdorf gibt es nicht. Vor dem ersten Einsatz besprechen wir mit Ihnen Erlaubnisschein, Arbeitsbereich, Löschmittel und Meldewege.
Am Einsatztag meldet sich die Brandwache beim Verantwortlichen für die Heißarbeiten, lässt sich den Arbeitsbereich zeigen und prüft, ob Feuerlöscher oder Löschdecken bereitstehen und ob brennbares Material entfernt oder abgedeckt ist. Fehlt etwas, sagt sie das vor Beginn, nicht erst danach. Während der Arbeiten bleibt sie an der Stelle, an der die Funken fallen, und hält auch angrenzende Räume, Durchbrüche und Schächte im Blick. Beginn, Ende und Feststellungen notiert sie mit Uhrzeit im Bericht.
Unsere Kräfte haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO, wir sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Mehr zur Leistung finden Sie unter Brandwachen, für das Land unter Brandwache in Brandenburg.
Was eine Brandwache in Hennigsdorf kostet
Heißarbeiten in Werken finden häufig nachts oder am Wochenende statt, damit die Produktion weiterläuft. Für eine Brandwache rechnen Sie mit einem Richtwert von 23 bis 50 € netto je Stunde, wobei Nacht- und Wochenendstunden den Preis nach oben bewegen. Die Wache beginnt mit den Arbeiten und endet erst nach der Nachkontrolle, auch das gehört zur bezahlten Zeit. Müssen mehrere Arbeitsstellen gleichzeitig beobachtet oder eine Brandmeldeanlage über Tage überbrückt werden, planen wir zusätzliche Kräfte oder Schichten. Weitere Leistungen für die Stadt finden Sie unter Sicherheitsdienst Hennigsdorf.


