Wann eine Brandwache gebraucht wird
Eine Brandsicherheitswache steht dort, wo das Risiko eines Brandes vorübergehend höher ist als im normalen Betrieb. Das kann eine Auflage der Behörde oder des Versicherers sein, eine Vorgabe aus dem Erlaubnisschein für feuergefährliche Arbeiten oder schlicht eine Entscheidung des Betreibers, der auf Nummer sicher gehen will. Typische Anlässe sind Schweiß-, Trenn- und Lötarbeiten, Dacharbeiten mit offener Flamme, Veranstaltungen mit Bühnentechnik und Dekoration sowie der Ausfall einer Brandmeldeanlage.
In Kronshagen treffen all diese Anlässe auf engem Raum zusammen. Die Gemeinde hat eine eigene Freiwillige Feuerwehr, gegründet 1884. Eine Brandwache ersetzt sie nicht, sorgt aber dafür, dass ein Entstehungsbrand früh bemerkt, möglichst gelöscht und die Feuerwehr ohne Zeitverlust alarmiert und eingewiesen wird.
Wichtig ist, dass die Brandwache den Ort kennt, bevor es losgeht. Wir klären vorab, wo Löschmittel, Hydranten und Sammelplatz liegen, welche Räume angrenzen, wer im Notfall informiert wird und wie die Feuerwehr anfährt. Diese Angaben stehen in einer kurzen Einsatzanweisung, die jede eingesetzte Kraft vor Dienstbeginn liest und abzeichnet.
Orte mit erhöhtem Brandrisiko
Die folgenden Gebäude und Bereiche stehen für Situationen, in denen in Kronshagen typischerweise eine Brandwache in Frage kommt. Sie sind zur Einordnung genannt, nicht als Referenz.
- Bürgerhaus an der Kopperpahler Allee: Saal bis 500 Personen, Kegelbahnen und eine Schützenstube mit Schießstand unter einem Dach
- Sport- und Schulzentrum mit zwei Drei-Feld-Hallen, bei Dach- und Fassadenarbeiten oder bei Großveranstaltungen
- Gartenstadt mit Villen und Reihenhäusern aus der Zeit ab 1910, teils mit Holzdachstühlen und verwinkelten Dachräumen
- Kirchen St. Bonifatius und Christuskirche aus den frühen 1960er-Jahren, etwa bei Sanierung oder Kerzenandachten
- Neubauten im Ortskern rund um den Rathausmarkt, bei Abdichtungs-, Dach- und Installationsarbeiten
Heißarbeiten bei Umbau und Sanierung
Bei Schweißen, Flexen oder dem Verlegen von Bitumenbahnen mit dem Brenner entstehen Funken und Wärme, die sich in Hohlräumen, Dämmstoffen und Holz unbemerkt festsetzen können. Gerade in älteren Gebäuden der Gartenstadt mit Holzbalken und Zwischendecken ist das ein Risiko. Unsere Brandwache ist während der Arbeiten mit Löschmittel am Platz, beobachtet Funkenflug, kontrolliert benachbarte Räume und Geschosse und bleibt nach Abschluss so lange vor Ort, wie es Erlaubnisschein oder Auftraggeber vorgeben.
Danach folgt eine Nachkontrolle, häufig mehrere Stunden später, bei der wir nach Glutnestern suchen. Jeder Schritt wird schriftlich festgehalten und vom Auftraggeber gegengezeichnet.
Veranstaltungen und Adventszeit
Im Herbst und Winter steigt im Bürgerhaus die Zahl der Abende mit Bühnenaufbau, Scheinwerfern und Dekoration. Weihnachtsmarkt und Adventskonzert fallen 2026 auf denselben Sonntag, Ende November. Kerzen, Lichterketten, Heizstrahler und Kochstellen an Ständen sind klassische Zündquellen. Die Brandwache achtet darauf, dass Dekoration nicht an Wärmequellen hängt, Feuerlöscher zugänglich und Notausgänge frei bleiben, und sie steht bereit, falls trotzdem etwas passiert.
Ob für eine Veranstaltung eine Brandsicherheitswache vorgeschrieben ist, legt die zuständige Stelle fest. Wir stellen Kräfte auch dann, wenn keine Pflicht besteht, der Betreiber aber zusätzliche Sicherheit möchte.
Überbrückung bei Ausfall der Brandmeldeanlage
Fällt in einem Gebäude die Brandmeldeanlage aus oder wird sie für Umbauten abgeschaltet, fehlt die automatische Alarmierung. Bis zur Wiederinbetriebnahme gehen unsere Kräfte in festen Abständen durch alle Bereiche, prüfen Technikräume, Lager und Flure und dokumentieren jeden Rundgang. Das betrifft Schulen, Verwaltungsgebäude und Wohnanlagen gleichermaßen.
Kronshagen liegt in unserer Kernregion Nord, Planung aus Neumünster. Kräfte sind auch kurzfristig verfügbar, bei Bedarf gemeinsam mit Einsätzen im angrenzenden Kiel. Alle haben die Unterrichtung oder Sachkundeprüfung nach § 34a GewO und sind in Brandschutz eingewiesen. Mehr dazu auf der Seite Brandwachen.
Kosten einer Brandwache
Der Richtwert liegt bei 23 bis 50 € netto je Stunde. Bei Heißarbeiten richtet sich der Aufwand nach Dauer der Arbeiten plus Nachwachzeit, bei Veranstaltungen nach Auf- und Abbau. Nacht-, Sonn- und Feiertagsstunden wirken sich aus, ebenso kurzfristige Anforderungen. Eine Brandwache bei ausgefallener Anlage über mehrere Tage planen wir als durchgehenden Dienst.
Damit Sie das Budget vorab einschätzen können, nennen Sie uns bei der Anfrage den geplanten Arbeitsbeginn, die voraussichtliche Dauer und ob am Wochenende gearbeitet wird. Ändert sich der Bauablauf, passen wir die Wache an, statt starre Schichten abzurechnen.


