Eine Stadt, die schon einmal gebrannt hat
Im Jahr 1720 zerstörte ein Stadtbrand große Teile von Melle. Die evangelische St.-Petri-Kirche wurde danach zwischen 1721 und 1724 neu errichtet; ihre Orgel von Christian Vater stammt aus dem Jahr 1724. Auch die katholische St.-Matthäus-Kirche birgt mit einer Barockorgel von 1713 wertvolle Ausstattung aus Holz.
Dazu kommen weitere Baudenkmale: die Alte Posthalterei von 1644, der Speicher von 1527 im Grönegaumuseum, die St.-Johannes-Kirche in Riemsloh von 1462, die Kapelle Groß Aschen von 1697 sowie Schlösser und Güter wie Schloss Gesmold, Gut Ostenwalde, Schloss Königsbrück und Schloss Bruche. Wo in solchen Gebäuden gearbeitet wird, ist der Brandschutz besonders wichtig.
Heißarbeiten in Meller Werken
Holz- und Metallverarbeitung prägen die Industrie der Stadt. In vielen Betrieben wird geschweißt, geschliffen und getrennt, etwa beim Bau von Kaminöfen, Förderanlagen, Federn oder Fahrzeugaufbauten. Werden solche Arbeiten außerhalb der üblichen Werkstattbereiche ausgeführt, zum Beispiel bei Reparaturen an Hallendächern, Rohrleitungen oder Absauganlagen, entsteht ein erhöhtes Risiko.
Besonders heikel sind Bereiche, in denen Holzstaub, Späne, Gummi oder Kunststoff lagern. Funken und heiße Partikel können dort lange unbemerkt glimmen. Erlaubnisscheine für feuergefährliche Arbeiten sehen deshalb in der Regel eine Brandwache während der Arbeit und eine Nachkontrolle danach vor.
Typische Anlässe für eine Brandwache
In Melle kommen vor allem folgende Situationen vor:
- Schweiß-, Trenn- und Lötarbeiten in Werkhallen der Gewerbegebiete Gerden, Bakum, Wellingholzhausen und an der Anschlussstelle Gesmold.
- Dach-, Zimmerer- und Orgelarbeiten in Kirchen und historischen Gebäuden der Innenstadt und der Stadtteile.
- Sanierungen an Schlössern und Gutsanlagen wie in Gesmold, Ostenwalde oder Neuenkirchen.
- Bühnenaufbau und Veranstaltungen im Forum, im Festsaal oder auf der Waldbühne.
- Umbauten, bei denen die Brandmeldeanlage vorübergehend abgeschaltet wird.
So arbeitet unsere Brandwache
Vor Beginn der Arbeiten prüft unsere Kraft gemeinsam mit dem ausführenden Betrieb, ob brennbare Stoffe entfernt oder abgedeckt sind und ob Löschmittel bereitstehen. Während der Heißarbeit beobachtet sie den Funkenflug, auch in Nachbarräumen, Zwischendecken und hinter Wänden.
Nach Abschluss bleibt die Brandwache für die vereinbarte Zeit vor Ort und sucht Fugen, Balken, Dämmung und Hohlräume gezielt nach Glutnestern ab. Bei Veranstaltungen kontrolliert sie Notausgänge und Rettungswege. Ist eine Brandmeldeanlage außer Betrieb, gehen wir das Gebäude in festen Abständen ab. Wo die Feuerwehr selbst eine Brandsicherheitswache stellen muss, ersetzen wir diese nicht, sondern ergänzen sie.
Qualifikation und Organisation
Unsere Brandwachen haben die Unterrichtung nach § 34a GewO und werden vor jedem Einsatz in Gebäude, Löschmittel und Meldewege eingewiesen. Staffsec ist nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Die Planung für Melle erfolgt über unseren Hauptsitz in Neumünster und die Niederlassung Bremen; ein Büro in der Stadt gibt es nicht. Rund um die Uhr erreichen Sie uns unter +49 4321 78 33 590.
Weitere Informationen finden Sie auf der Seite Brandwachen und unter Brandwache in Niedersachsen. Einen Überblick über alle Leistungen in der Stadt gibt Sicherheitsdienst Melle.
Was Sie vor dem Einsatz klären sollten
Eine Brandwache kann nur so gut arbeiten wie die Absprache davor. Hilfreich sind folgende Angaben: welche Arbeiten genau ausgeführt werden, in welchen Räumen oder auf welchen Dachflächen, wer den Erlaubnisschein ausstellt und welche Nachkontrollzeit darin steht. Wichtig ist auch, ob die Brandmeldeanlage in Betrieb bleibt oder für die Arbeiten in einem Bereich abgeschaltet wird.
In Kirchen und Schlössern kommt oft eine Abstimmung mit Kirchengemeinde, Eigentümer oder Denkmalpflege hinzu. Wir richten uns nach deren Vorgaben, etwa wenn bestimmte Räume nicht betreten werden dürfen oder wertvolle Ausstattung abgedeckt ist. Bei Werken hilft eine kurze Einweisung durch die Sicherheitsfachkraft des Betriebs.
Was eine Brandwache kostet
Eine Brandwache ist meist ein kurzer Einsatz, manchmal nur für einige Stunden. Als Richtwert gilt ein Rahmen von 23 bis 50 € netto je Stunde. Viel hängt von der Nachkontrolle ab: Endet eine Schweißarbeit am späten Nachmittag, reicht die Wache oft in den Abend oder die Nacht hinein, und diese Stunden liegen höher.
Bei längeren Umbauten mit abgeschalteter Brandmeldeanlage vereinbaren wir einen festen Plan für Tage oder Wochen. Das Angebot erhalten Sie, sobald Arbeiten, Termin und Gebäude feststehen.


