Eine Stadt mit Brandgeschichte
Im Jahr 1688 richtete ein Großbrand in Möckern schwere Schäden an. Was danach wieder aufgebaut wurde und was aus noch älterer Zeit stehen blieb, prägt die Stadt bis heute: Feldsteinkirchen, ein Schloss mit mittelalterlichem Bergfried, Reste der Stadtbefestigung und ein Rathaus aus dem Jahr 1895. Dazu kommen in den Ortschaften weitere Kirchen, Bergfriede und Bahnhofsbauten wie das Ensemble in Loburg.
Alte Gebäude haben trockene Dachstühle, Holzdecken, Hohlräume hinter Verkleidungen und oft keine durchgehenden Brandabschnitte. Werden dort Rinnen gelötet, Bleche geschweißt oder Dachpappe geflämmt, kann ein Funke Stunden später ein Feuer auslösen, wenn niemand mehr auf dem Gerüst steht.
Kirchen: St. Laurentius, St. Mauritius und Loburg
Die Stadtkirche St. Laurentius im Süden des Zentrums war nach der Überlieferung zunächst ein Holzbau, ab dem 13. Jahrhundert wurde sie in Feldstein errichtet, im 15. Jahrhundert kam ein breiteres Schiff hinzu. Der Altaraufsatz stammt von 1587. In Loburg steht eine zweite St.-Laurentius-Kirche, daneben die Ruine der Kirche Unser Lieben Frauen. In Büden wird die Kirche St. Mauritius als Kulturkirche für Konzerte genutzt.
Bei Arbeiten an Turmhelmen, Dachrinnen, Glockenstühlen oder Blitzschutz übernehmen wir diese Aufgaben:
- Brandposten während der Heißarbeiten mit Sicht auf Funkenflug
- Bereitstellung und Kontrolle der Löschmittel vor Arbeitsbeginn
- Prüfung angrenzender Holzbauteile, Dachböden und Hohlräume
- Nachkontrolle nach Arbeitsende in festgelegten Abständen
- Protokoll mit Uhrzeiten, Befunden und Übergabe an den Verantwortlichen
Schloss Möckern und Rathaus
Das im Dreißigjährigen Krieg zerstörte Schloss wurde als Fachwerkbau wieder aufgebaut und zwischen 1840 und 1863 im Stil der englischen Gotik umgebaut. Seit der Restaurierung 1991 nutzt es die Grundschule. Zum Gelände gehören der mittelalterliche Bergfried mit barocker Haube und ein Landschaftspark mit klassizistischem Teehaus und einem Mausoleum aus Findlingen, 2017 wurde ein Förderverein gegründet.
Heißarbeiten in einem Schulgebäude finden meist in den Ferien statt. Dann ist das Haus leer, und gerade deshalb braucht es nach Arbeitsende jemanden, der Räume, Dachboden und Fassade kontrolliert. Für das Rathaus, die Stadthalle und andere kommunale Gebäude gilt dasselbe: Wir stimmen die Nachkontrolle mit Hausmeister und Bauleitung ab.
Werkhallen: Holz und Lebensmittel
Im Gewerbegebiet Dammfeld bei Stegelitz werden Wohngebäude seriell in Holzbauweise vorgefertigt. Holzwerkstoffe, Späne und Dämmmaterial machen jede Schweiß- oder Trennarbeit bei Umbau, Wartung oder Erweiterung zur Brandgefahr. Auch im Lebensmittelbetrieb am Pabsdorfer Weg fallen bei Instandhaltung und neuen Anlagen Heißarbeiten an, häufig an Wochenenden, wenn die Produktion ruht.
In Hallen achten wir besonders auf Funkenflug in Lüftungsöffnungen, Kabeltrassen und Lager. Ob ein Brandposten reicht oder zusätzlich eine längere Brandwache nötig ist, legt der Auftraggeber in der Erlaubnis für Heißarbeiten fest. Wir halten uns an diese Vorgaben und an die Brandschutzordnung des Betriebs.
Personal und vorhabenbezogene Planung
Unser Hauptsitz liegt in Neumünster, Sachsen-Anhalt gehört nicht zur Kernregion Nord, und wir haben dort kein Büro. Für eine Brandwache in Möckern klären wir deshalb vorab Ort, Dauer, Zeitfenster und Personal und sagen erst dann zu. Bei geplanten Arbeiten an Denkmalen empfiehlt sich eine Anfrage, sobald der Bauablauf feststeht.
Gerade in den Ortschaften ist der Weg der Feuerwehr länger als in einer kompakten Stadt. Umso wichtiger ist, dass die Brandwache die genaue Anschrift, die Zufahrt für Löschfahrzeuge und den nächsten Hydranten oder Löschwasserbrunnen kennt. Diese Angaben nehmen wir vor Beginn in die Einsatzunterlagen auf und prüfen am ersten Tag vor Ort, ob die Zufahrt tatsächlich frei ist.
Unsere Kräfte werden vor dem Einsatz in die Löschmittel vor Ort eingewiesen, kennen Fluchtwege und Meldewege und verständigen im Ernstfall sofort die Feuerwehr. Wir sind nach ISO 9001 zertifiziert und arbeiten nach DIN 77200. Mehr zur Leistung unter Brandwachen, zum Land unter Brandwache in Sachsen-Anhalt, alle Leistungen in der Stadt unter Sicherheitsdienst Möckern.
Kosten einer Brandwache
Für Brandwachen gilt unser Richtwert von 23 bis 50 € netto je Stunde. Kurze Brandposten während der Arbeitszeit liegen meist im unteren Bereich, Nachkontrollen in den Abend und die Nacht hinein oder am Wochenende verschieben den Betrag nach oben. Dazu kommt die Anfahrt nach Möckern, die wir im Angebot offen ausweisen.


