Eine Stadt, die das Feuer mehrfach getroffen hat
Die Geschichte von Neustadt-Glewe kennt mehrere Stadtbrände. Der erste ist für 1664 belegt, der zweite für 1694. Im Jahr 1728 verbrannten viele Häuser und das Rathaus, 1741 brannte der Kietz fast vollständig nieder. Das heutige Rathaus am Markt entstand von 1802 bis 1806 als Fachwerkbau.
Der Wiederaufbau nach diesen Bränden prägt die Stadt bis heute. In der Bahnhofstraße, der Breitscheidstraße und am Markt stehen viele Fachwerkhäuser unter Denkmalschutz. Wer dort ein Dach saniert, Leitungen erneuert oder Balken austauscht, arbeitet in einem Umfeld, in dem ein Funke weit tragen kann.
Hinzu kommt die Bauweise der Altstadt selbst. Viele Häuser stehen Traufe an Traufe, Dachstühle sind miteinander verbunden, Hinterhöfe eng. Ein Schwelbrand, der in einem Gebäude spät entdeckt wird, erreicht schnell das nächste. Für Dachdecker, Klempner und Elektriker, die in diesen Straßen mit Lötlampe, Trennschleifer oder Schweißgerät arbeiten, ist eine Brandsicherheitswache deshalb kein Formalismus, sondern ein Teil der Arbeit.
Gebäude mit besonderem Brandrisiko
Bei folgenden Gebäuden und Bereichen in Neustadt-Glewe ist eine Brandsicherheitswache bei Heißarbeiten besonders naheliegend:
- Marienkirche am Kirchplatz: frühgotischer, turmloser Backsteinbau aus dem 14. Jahrhundert mit Holzkanzel von 1587 und Orgel von 1873.
- Alte Burg aus der Mitte des 13. Jahrhunderts mit Museum.
- Neues Schloss, 1619 bis 1717 erbaut, heute Hotel mit restaurierten Stuckdecken.
- Rathaus am Markt und Fachwerkhäuser in Bahnhofstraße und Breitscheidstraße.
- Das frühere Elektrizitätswerk von 1922 und das Jagdschloss Friedrichsmoor um 1700.
- Gewerbehallen An der Autobahn, in denen Metall bearbeitet wird, und Hallen im Gewerbegebiet Lederwerk.
Nicht nur alte Häuser brauchen eine Wache. An der Straße An der Autobahn werden Edelstahlrohre gefertigt und Metalloberflächen gebeizt und poliert, im Gewerbegebiet Lederwerk stehen Hallen auf dem Gelände des früheren Lederwerks. Bei Umbauten, Reparaturen an Rohrleitungen oder Arbeiten an Dachflächen solcher Hallen fallen Funken in der Nähe von Verpackung, Paletten und Lagerware. Hier überwachen wir den Arbeitsbereich, achten auf Funkenflug in angrenzende Zonen und prüfen nach Ende der Arbeiten Böden, Regale und Dachrand.
Heißarbeiten an Holz, Stuck und Orgel
In alten Gebäuden versteckt sich das Risiko oft hinter Verkleidungen. Staub in Zwischendecken, trockene Balken und Hohlräume können noch Stunden nach dem Schweißen glimmen, ohne dass es jemand bemerkt. Deshalb endet unsere Wache nicht mit dem letzten Schnitt: Wir bleiben während der Arbeiten an der Stelle und kontrollieren anschließend nach, auch in angrenzenden Räumen und auf dem Dachboden.
Bei Kirche, Burg und Schloss gelten zusätzlich die Auflagen des Denkmalschutzes und die Regeln des Eigentümers. Unsere Kräfte achten darauf, dass Löschmittel bereitstehen, dass empfindliche Ausstattung abgedeckt ist und dass Fluchtwege frei bleiben.
Feuer als Programmpunkt: Shows und Feuerstellen
In Neustadt-Glewe gehört Feuer auch zum Festprogramm. Beim Burgfest 2026 traten im Burghof mehrere Feuerkünstler auf, zum Abschluss eine Gruppe mit vierzehn Mitwirkenden. Auf dem historischen Weihnachtsmarkt im Advent gibt es Feuershows und Feuerstellen zum Aufwärmen, auf dem großen Festival am Flugplatz gehören Pyrotechnik und Lichtshows auf der Hauptbühne dazu.
Ob eine Brandsicherheitswache bei einer Veranstaltung vorgeschrieben ist, legen Behörde und Feuerwehr fest. Wo sie gefordert oder gewünscht ist, stellen wir Kräfte, die Abstände zum Publikum überwachen, Löschmittel bereithalten und nach der Show die Fläche kontrollieren.
Wie wir die Brandwache stellen
Neustadt-Glewe liegt in unserer Kernregion Nord, ein eigenes Büro haben wir dort nicht. Die Planung läuft über den Hauptsitz in Neumünster, die Kräfte kommen aus unserem Stamm. Wer auch in Ludwigslust oder Hagenow Arbeiten ausführt, bekommt eine gemeinsame Planung.
Unsere Brandwachen haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO. Staffsec ist nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Grundlage jedes Einsatzes ist die Erlaubnis für feuergefährliche Arbeiten, die der Auftraggeber ausstellt. Mehr unter Brandwachen und Sicherheitsdienst Neustadt-Glewe.
Kosten mit Blick auf die Nachkontrolle
Bei der Brandwache zählt nicht nur die Arbeitszeit, sondern auch die Nachkontrolle danach. Als Richtwert gelten 23 bis 50 € netto je Stunde; Einsätze am Abend, in der Nacht oder am Wochenende liegen höher im Rahmen.
Für kurze Arbeiten an einem Tag planen wir anders als für eine Dachsanierung über Wochen. Wir sagen Ihnen vorab, wie lange die Nachkontrolle dauern sollte.


