Eine Stadt mit Brandgeschichte
Lennep, heute ein Stadtbezirk von Remscheid, hat mehrere verheerende Brände erlebt. Um 1325 vernichtete ein Stadtbrand Urkunden, am 26. September 1563 blieben nur wenige Häuser stehen, und am 4. Oktober 1746 traf ein Großbrand nahezu die gesamte Stadt. Auch Lüttringhausen wurde 1733 von einem großen Brand heimgesucht.
Was nach 1746 neu gebaut wurde, prägt Lennep bis heute: Häuser im Stil des Bergischen Barocks, mit Lehmfachwerk und dunkler Schieferverkleidung. 116 von ihnen stehen unter Denkmalschutz, die Altstadt zählt zu den ausgewählten historischen Stadtkernen in Nordrhein-Westfalen. Hinter den Schieferplatten verbergen sich trockene Holzbalken, Lattung und Hohlräume, in denen sich Glut lange unbemerkt halten kann.
Wo in Remscheid Brandwachen gebraucht werden
Die häufigsten Anlässe sind Heißarbeiten in empfindlicher Umgebung und Zeiten, in denen der technische Brandschutz eingeschränkt ist:
- Dach- und Fassadenarbeiten an Fachwerk- und Schieferhäusern in der Lenneper Altstadt
- Sanierungen in Kirchen wie der Evangelischen Stadtkirche Lennep, der neugotischen Lutherkirche oder der Heilig-Kreuz-Kirche in Lüttringhausen
- Instandhaltung in Metall- und Werkzeugbetrieben, wo geschweißt, getrennt und geschliffen wird
- Museen in historischen Gebäuden wie das Deutsche Röntgen-Museum in einem Patrizierhaus von 1803
- Versammlungsstätten wie das Teo-Otto-Theater, wenn Brandmeldeanlage oder Sprinkler vorübergehend abgeschaltet sind
In den Werken der Werkzeugindustrie liegt das Risiko an anderer Stelle. Dort sammeln sich Schleifstaub, Späne mit Ölresten und ölgetränkte Putzlappen, oft in der Nähe von Maschinen, an denen Instandhalter mit Trennschleifer oder Schweißgerät arbeiten. Solche Arbeiten werden gern in den Betriebsurlaub oder auf das Wochenende gelegt, wenn die Fertigung still steht und kaum jemand in der Halle ist. Gerade dann fehlt das Auge, das einen glimmenden Lappen oder eine verqualmte Absaugung früh bemerkt. Eine Brandwache füllt diese Lücke, bis die Halle wieder normal belegt ist.
Ablauf einer Brandwache bei Heißarbeiten
Bevor geschweißt oder gelötet wird, verlangt der Erlaubnisschein des Auftraggebers in vielen Fällen eine Brandwache. Unsere Kraft lässt sich den Arbeitsbereich zeigen, prüft, ob brennbares Material entfernt oder abgedeckt ist, und kennt den Standort von Feuerlöschern, Wandhydranten und Fluchtwegen. Während der Arbeiten beobachtet sie Funkenflug und angrenzende Bauteile, bei Gefahr unterbricht sie die Arbeiten und alarmiert die Feuerwehr.
Nach Ende der Heißarbeiten bleibt die Brandwache vor Ort und kontrolliert die Umgebung auf Glutnester, besonders in Zwischendecken, hinter Verkleidungen und in Dachräumen. Wie lange diese Nachkontrolle dauert, steht im Erlaubnisschein oder wird mit Ihrem Brandschutzbeauftragten abgestimmt. Alle Kontrollen halten wir mit Uhrzeit im Bericht fest. Mit den Löschmitteln am Einsatzort werden unsere Kräfte vor Ort eingewiesen.
Brandsicherheitswache bei abgeschalteter Technik
Wird in einem Gebäude die Brandmeldeanlage umgebaut oder fällt sie aus, muss die Überwachung anders sichergestellt werden. Dann übernehmen unsere Kräfte Rundgänge durch die betroffenen Bereiche, achten auf Rauch, Geruch und Wärme und alarmieren im Ernstfall Feuerwehr und Ihre Ansprechpartner. In Theatern, Hallen und Schulen stimmen wir die Rundgänge mit dem Betreiber und gegebenenfalls mit der Feuerwehr ab.
Eine Wärmebildkamera setzen wir ein, wenn Sie eine bereitstellen. Für die meisten Aufträge reichen aufmerksame Rundgänge und ein klarer Meldeweg. Vor dem ersten Rundgang legen wir mit Ihnen fest, welche Räume besonders gefährdet sind, etwa Bühnentechnik, Werkstätten oder Lager, und wer nachts als Erster angerufen wird, wenn die Feuerwehr alarmiert werden musste.
Organisation und Qualifikation
Staffsec hat seinen Hauptsitz in Neumünster und Niederlassungen in Berlin und Bremen, in Nordrhein-Westfalen gibt es kein Büro. Brandwachen in Remscheid übernehmen wir vorhabenbezogen. Weil Heißarbeiten oft kurzfristig angesetzt werden, sagen wir nur zu, wenn Personal und Anreise für den Termin wirklich gesichert sind. Bei Arbeiten über mehrere Wochen planen wir eine feste Besetzung.
Unsere Kräfte haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO, wir arbeiten nach ISO 9001 und DIN 77200 und sind unter +49 4321 78 33 590 rund um die Uhr erreichbar. Hintergrund zur Leistung finden Sie unter Brandwachen und Brandwache in Nordrhein-Westfalen, weitere Angebote für die Stadt unter Sicherheitsdienst Remscheid.
Preis einer Brandwache
Brandwachen rechnen wir im Rahmen von 23 bis 50 € netto je Stunde ab. Viele Heißarbeiten finden außerhalb der Betriebszeiten statt, damit die Produktion nicht ruht, und die Nachkontrolle reicht oft in die Nacht. Der Nachtanteil und Einsätze am Wochenende rücken den Preis in den oberen Bereich der Spanne.
Bei einer Brandsicherheitswache über mehrere Tage, etwa während des Umbaus einer Brandmeldeanlage, planen wir durchgehende Schichten und weisen sie im Angebot einzeln aus.


