Wann in Witten eine Brandwache gebraucht wird
Eine Brandwache wird immer dann verlangt, wenn bei Arbeiten Funken, Flammen oder heiße Teile entstehen und brennbares Material in der Nähe ist. Das gilt für Schweißen, Brennschneiden, Trennschleifen und Löten ebenso wie für Arbeiten mit dem Gasbrenner am Dach. Der Erlaubnisschein für feuergefährliche Arbeiten legt fest, wer während der Arbeiten aufpasst und wie lange danach kontrolliert wird.
In Witten fallen solche Arbeiten in zwei sehr unterschiedlichen Umfeldern an: in den Hallen der Metall- und Chemiebetriebe, wo Instandhaltung an Kranbahnen, Rohrleitungen und Anlagen läuft, und in historischen Gebäuden, in denen alte Holzkonstruktionen auf moderne Haustechnik treffen.
Gerade in den Industriebetrieben kommen zu den Funken weitere Gefahren hinzu: Ölreste in Maschinengruben, Staub in Hallenträgern, Kunststoffleitungen in Kabeltrassen und Lager mit Bauchemie oder Verpackung. Wer dort aufpasst, muss wissen, wohin Funken fallen können, und auch Bereiche eine Etage tiefer oder hinter einer Blechwand im Blick behalten.
Historische Bauten mit Brandgeschichte
Einige der bekanntesten Wittener Gebäude haben ihre eigene Geschichte mit dem Feuer. Ihre Baugeschichte zeigt, warum dort bei Heißarbeiten besondere Vorsicht gilt:
- Johanniskirche am Markt: ab 1752 als barocke Saalkirche um den romanischen Turm errichtet, im März 1945 bis auf die Außenmauern ausgebrannt, 1952 wieder eingeweiht
- Haus Witten: 1651 in Brand gesetzt, später lange Ruine, ab 1992 durch einen Neubau aus Stahl, Beton und Glas innerhalb der alten Mauern ergänzt
- Haus Herbede: um 1500 durch einen Großbrand schwer beschädigt, heute Baudenkmal mit Galerie und Trauzimmer
- Burgruine Hardenstein an der Ruhr: nach einem Mauereinsturz im März 2010 bis 2012 restauriert
- LWL-Industriemuseum Zeche Nachtigall: Ringofen der früheren Ziegelei, Maschinenhaus und Dampffördermaschine
In solchen Bauten verlaufen Leitungen oft durch Hohlräume, Balkenlagen und Zwischendecken, die schwer einzusehen sind. Glimmbrände können dort lange unbemerkt bleiben.
Was unsere Brandwache vor Ort tut
Vor Beginn sehen sich unsere Kräfte den Arbeitsbereich an: Sind brennbare Stoffe entfernt oder abgedeckt, sind Öffnungen zu Nachbarräumen verschlossen, stehen geeignete Löschmittel bereit? Sie werden vor dem Einsatz in die Löschmittel vor Ort eingewiesen und kennen die Fluchtwege und den Standort des nächsten Brandmelders.
Während der Arbeiten beobachten sie den Funkenflug, auch auf der Rückseite von Wänden und in darunterliegenden Geschossen. Nach Arbeitsende bleibt die Brandwache für die im Erlaubnisschein festgelegte Zeit, prüft Bauteile von Hand, mit Wärmebildkamera, wenn Sie eine bereitstellen, und kontrolliert Hohlräume und Fugen auf Glutnester. Alles steht mit Uhrzeit im Bericht.
Brandsicherheitswache in Sälen
Neben Heißarbeiten gibt es die Brandsicherheitswache bei Veranstaltungen. Ob sie nötig ist und wer sie stellen muss, ergibt sich aus der Sonderbauverordnung Nordrhein-Westfalen und den Vorgaben der Feuerwehr. In einigen Fällen ist die Feuerwehr selbst zuständig, in anderen kann der Betreiber geeignetes Personal einsetzen.
Für Häuser wie den Saalbau mit seiner Drehbühne oder den Konzertsaal in Haus Witten stellen wir auf Wunsch Kräfte, die Bühne und Saal beobachten, Notausgänge freihalten und im Ernstfall die Räumung unterstützen, sofern die Behörde Personal des Betreibers zulässt.
Auch bei Bühnenaufbauten mit Pyrotechnik, Nebel oder offenem Licht gelten oft besondere Auflagen. Wir lesen diese Auflagen vorab mit Ihnen durch, damit am Abend klar ist, wer wann wo steht und wer die Feuerwehr verständigt.
Organisation und Qualifikation
Unser Hauptsitz liegt in Neumünster, dazu kommen Niederlassungen in Berlin und Bremen. Ein Büro in Nordrhein-Westfalen haben wir nicht. Brandwachen in Witten übernehmen wir vorhabenbezogen, nachdem wir Termin, Dauer und Personal geprüft haben. Für mehrtägige Revisionen planen wir feste Kräfte, die das Gelände nach dem ersten Tag kennen.
Unsere Kräfte haben die Unterrichtung nach § 34a GewO und werden für jeden Einsatz in Gelände und Löschmittel eingewiesen. Wir arbeiten nach ISO 9001 und DIN 77200 und sind unter +49 4321 78 33 590 rund um die Uhr erreichbar. Mehr zur Leistung lesen Sie unter Brandwachen, landesweit unter Brandwache in Nordrhein-Westfalen. Für Betriebe im Nachbarort steht die Seite Herne bereit.
Kosten einer Brandwache in Witten
Eine Brandwache rechnen wir nach Stunden ab, als Richtwert gelten 23 bis 50 € netto je Stunde. Weil Heißarbeiten in Werken häufig in Stillstandszeiten, nachts oder am Wochenende stattfinden, spielen Uhrzeit und Wochentag die größte Rolle. Dazu kommt die Nachkontrollzeit nach Arbeitsende, die im Erlaubnisschein steht und von Anfang an mitgeplant wird.
Bei kurzen Einsätzen, etwa einem Vormittag Lötarbeiten an einem Kirchendach, gilt eine Mindesteinsatzdauer. Für Revisionen über mehrere Wochen erstellen wir ein Angebot mit festem Tagesumfang.


