Ein Ortsteil mit sehr unterschiedlichem Bestand
Weißensee gehört seit 2001 zum Bezirk Pankow und hat knapp 58.300 Einwohner auf etwa acht Quadratkilometern. Die Bebauung erzählt vier Epochen: Gründerzeithäuser im Komponistenviertel und an der Langhansstraße, die Siedlung von Bruno Taut an der Buschallee aus den 1920er-Jahren, Wohnblöcke der Nachkriegszeit am Hamburger Platz und an der Else-Jahn-Straße sowie einzelne Neubauten aus den letzten Jahrzehnten.
Für den Objektschutz heißt das: Es gibt keinen typischen Auftrag. Ein Haus mit vierzig Mietparteien hat andere Schwachstellen als eine Ladenzeile, und ein Gebäude ohne Nutzer ist wieder ein eigenes Thema. Deshalb beginnen wir jeden Auftrag mit einer Begehung und schreiben daraus eine Dienstanweisung nur für dieses Objekt.
Wo Gebäude leer stehen
Leerstand ist im Ortsteil an mehreren Stellen sichtbar. Bekanntestes Beispiel ist das frühere Säuglings- und Kinderkrankenhaus an der Hansastraße: 1911 eröffnet, 1997 geschlossen, seitdem ohne Nutzung und trotz Denkmalschutz im Verfall. Dazu kommen ehemalige Kaufhallen aus DDR-Zeiten, die seit Jahren keinen Mieter haben.
- Früheres Kinderkrankenhaus an der Hansastraße – denkmalgeschützte Pavillons auf einem großen Gelände
- Ehemalige Kaufhalle an der Gäblerstraße 99
- Stillgelegte Kaufhalle an der Else-Jahn-Straße 39
- Leere Kaufhalle an der Gürtelstraße
- Ruine der Bethanienkirche am Mirbachplatz, die zu Wohnraum umgebaut wird
Die Aufzählung beschreibt Gebäude mit typischem Schutzbedarf, sie nennt keine Auftraggeber. Bei solchen Objekten geht es um Zaun, Fenster, Kellerschächte und Dächer. Wir prüfen sie zu wechselnden Zeiten, verschließen aufgebrochene Öffnungen behelfsmäßig und melden Schäden mit Foto an Eigentümer und, wenn es ein Denkmal ist, auf Wunsch an die zuständige Behörde.
Bewohnte Häuser und Läden an der Hauptstraße
Entlang der Berliner Allee reihen sich zwischen der Grenze zu Prenzlauer Berg und dem Antonplatz Geschäfte und Dienstleister im Erdgeschoss von Wohnhäusern, darunter die Flora-Apotheke in einem Haus von 1875. Nach Ladenschluss bleibt Leben auf der Straße, vier Straßenbahnlinien halten hier. Probleme entstehen hier weniger durch Einbruch als durch offene Haustüren, Fremde im Treppenhaus und Müllplätze, die als Lager genutzt werden.
Für Hausverwaltungen bieten wir Abendrunden an, die Haustür, Treppenhaus, Keller und Hof eines Hauses nacheinander abdecken. Wer mehrere Häuser im Ortsteil verwaltet, bekommt eine gemeinsame Runde und trotzdem einen Bericht je Adresse.
Wohnanlagen der Nachkriegszeit haben eigene Schwachstellen: große Kellerbereiche mit vielen Verschlägen, Fahrradräume, Tiefgaragen und Gemeinschaftsflächen, die abends kaum jemand betritt. Hier vereinbaren wir mit der Verwaltung, welche Türen nach einer bestimmten Uhrzeit verschlossen sein müssen, und kontrollieren genau diese Punkte. Wer mit Sperrmüll, Lärm oder fremden Personen im Haus zu kämpfen hat, bekommt im Bericht Hinweise, an welchen Tagen und Stellen sich das häuft. Das hilft, Schließanlagen, Beleuchtung oder Hausordnung gezielt nachzubessern, statt pauschal mehr Bewachung einzukaufen.
Wie wir ein Objekt in Weißensee übernehmen
Geplant wird in unserer Zweigniederlassung an der Aroser Allee 81 in Reinickendorf. Ein Büro in Weißensee haben wir nicht. Nach der Begehung legen wir fest, ob eine feste Präsenz, ein Wachdienst nur in der Nacht oder Kontrollen in Abständen sinnvoll sind. Schlüssel übernehmen wir gegen Quittung und geben sie nur im Einsatz aus.
Jede Kontrolle steht mit Uhrzeit und Feststellung im Bericht. Bei einem Vorfall rufen wir die Polizei und informieren die von Ihnen benannte Person. Sie erreichen uns rund um die Uhr unter +49 4321 78 33 590. Alle Kräfte sind nach § 34a GewO unterrichtet oder sachkundegeprüft, wir arbeiten nach DIN 77200 und ISO 9001. Mehr zum Ortsteil steht auf unserer Seite Sicherheitsdienst Berlin-Weißensee.
Kosten für Objektschutz im Ortsteil
Als Richtwert gelten 23 bis 50 € netto je Stunde. Ein leerstehendes Gebäude, das wir nur in Runden anfahren, kostet deutlich weniger als ein dauerhaft besetzter Posten, weil nur die Zeit am Objekt und die Anfahrt zählen. Eine Wache, die jede Nacht von abends bis morgens vor Ort bleibt, liegt höher, ebenso Dienste an Sonn- und Feiertagen.
Nach der Begehung bekommen Sie eine Aufstellung mit Zahl der Kontrollen, Dauer und Zeitfenstern. Ändert sich die Lage, etwa weil ein Leerstand verkauft oder vermietet wird, passen wir den Umfang an. Wie wir den Objektschutz in der ganzen Stadt aufstellen, beschreibt Objektschutz Berlin.


