Feiern im Wohngebiet
Weißensee hat keine Großarena, dafür viele Orte, an denen sich mehrere Hundert bis einige Tausend Menschen treffen. Sie liegen fast alle zwischen Wohnhäusern, an Straßenbahnstrecken oder am Ufer. Wer hier eine Veranstaltung plant, muss Gäste, Anwohner, Straßenverkehr und Rettungswege gleichzeitig im Blick haben.
Der Veranstaltungsschutz beginnt deshalb nicht am Eingang, sondern bei der Frage, wie die Leute kommen und wieder gehen. Die Straßenbahnlinie M4 fährt werktags im Fünf-Minuten-Takt über die Berliner Allee, die Linien 12 und 27 beginnen am Pasedagplatz. An diesen Haltestellen sammeln sich nach Schluss die Gäste.
Orte für Veranstaltungen im Ortsteil
Die folgenden Orte sind öffentlich bekannt und bespielt. Die Liste zeigt Anlässe für Ordnungsdienst, sie beschreibt keine Aufträge:
- Park am Weißen See – Blumenfest am dritten Juni-Wochenende, Freilichtbühne, Seebrücke und Strandbad von 1912
- Stadion Buschallee – 3.000 Plätze, davon 600 Sitzplätze, Heimat des Weißenseer FC und des Rugby Klub 03 aus der ersten Rugby-Bundesliga
- Kulturhaus Peter Edel, Berliner Allee 125 – denkmalgeschützter Großer Saal, Lesungen und Nachbarschaftsabende
- Brotfabrik am Caligariplatz – Bühne, Kino und Galerie in einer früheren Bäckerei
- Motorwerk Berlin an der Industriebahn – Veranstaltungshalle mit Ateliers in einem denkmalgeschützten Fabrikbau
- Kino Toni am Antonplatz
Das Blumenfest und andere Termine am See
Das Weißenseer Blumenfest gibt es seit 1963, heute jeweils am dritten Wochenende im Juni. Gefeiert wird im Park rund um den acht Hektar großen See, in dem auch gebadet wird. Der Bezirk hat 2025 große Teile des Ufers mit einer rund 925 Meter langen Totholzhecke abgegrenzt, um wildes Baden einzuschränken. Für Feste heißt das: Die Wege am Wasser sind schmal, Engstellen müssen bekannt sein.
Bei solchen Festen stellen wir Ordner an Eingängen und Bühnen, kontrollieren mitgebrachte Gegenstände, halten Zufahrten für Rettungsdienst und Händler frei und achten am Ufer darauf, dass niemand nachts ins Wasser geht. Nach dem Ende sorgen wir dafür, dass sich die Menge zu den Straßenbahnhaltestellen an der Berliner Allee verteilt und nicht in Hauseingängen bleibt.
Sport unter Flutlicht
Das Stadion Buschallee liegt zwischen Hansastraße, Buschallee und dem Naturschutzgebiet Fauler See. Neben dem Hauptplatz gibt es einen Doppelrasenplatz mit Flutlicht, den der Rugby Klub 03 seit 2010 nutzt. Auf dem früheren Rennbahngelände nebenan fanden einst Großkonzerte statt, etwa Bruce Springsteen im Juli 1988.
Für Heimspiele und Turniere übernehmen wir Kassen und Einlass, Trennung von Gästefans, wenn es nötig ist, und die Kontrolle der Tribünenausgänge. Bei Abendspielen planen wir den Abgang über die Hansastraße mit, weil dort die Straßenbahn wendet.
Säle, Kino und Hallen
In Brotfabrik, Kulturhaus und Motorwerk geht es um kleinere Gruppen, aber enge Treppenhäuser und alte Bausubstanz. Wir übernehmen Garderobe und Einlass, zählen die Besucher gegen die genehmigte Personenzahl und halten Notausgänge frei. Bei Vermietungen an Dritte sprechen wir vorab mit der Hausleitung, welche Räume zugänglich sind.
Geplant wird in unserer Zweigniederlassung an der Aroser Allee 81 in Reinickendorf, ein Büro im Ortsteil haben wir nicht. Alle Ordner sind nach § 34a GewO unterrichtet, Leitungskräfte sachkundegeprüft. Wir arbeiten nach DIN 77200 und ISO 9001. Mehr über Feste in der ganzen Stadt steht unter Veranstaltungsschutz Berlin.
Für jede Veranstaltung erstellen wir vorab einen kurzen Ablauf: wer wo steht, wann Einlass beginnt, wer bei Streit, Verletzungen oder Unwetter entscheidet und wie wir mit Sanitätsdienst und Veranstalter verbunden sind. Dieser Ablauf wird allen Ordnern vor Dienstbeginn erklärt. Nach dem Ende gibt es eine kurze Rückmeldung an den Veranstalter, was gut lief und was beim nächsten Mal anders geplant werden sollte, etwa ein zusätzlicher Ausgang oder eine andere Aufstellung an der Haltestelle.
Kosten für Ordner und Einlass
Für Veranstaltungsschutz rechnen wir je Ordner mit 23 bis 50 € netto je Stunde. Ein Leseabend mit zwei Personen am Einlass bleibt eher am unteren Rand, ein Fest über mehrere Tage mit Nachtbewachung der Stände, Leitungskraft und Wochenendzuschlägen weiter oben.
Entscheidend für die Summe sind die Zahl der Posten, die Dauer inklusive Aufbau und Abbau und ob Bühnen, Kassen oder Stände über Nacht bewacht werden sollen. Sie erhalten nach einem Gespräch eine Aufstellung je Tag.


