Ein Festkalender, der sich nach Libori richtet
Kein Termin prägt Paderborn so sehr wie Libori. Das Kirchen- und Volksfest geht auf das Jahr 836 zurück, als die Gebeine des heiligen Liborius aus Le Mans in die Stadt kamen. Heute dauert es neun Tage und beginnt in der Regel am ersten Samstag nach dem Liboriustag am 23. Juli. Bis zu 1,8 Millionen Menschen kommen in dieser Zeit in die Stadt.
Das Fest verteilt sich über die ganze Altstadt: Die Kirmes zieht sich auf rund 1,6 Kilometern hin und zurück über den Liboriberg, der Pottmarkt mit Haushaltswaren und Essen belegt Dom- und Marktplatz, am Rathausplatz steht der Bierbrunnen, auf der Plaza Europa gibt es Küche aus vielen Ländern. Ende Oktober folgt mit Herbstlibori ein kleinerer zweiter Termin.
Weitere Anlässe und Spielstätten
Dazu kommen Vorträge und Ausstellungen im Heinz Nixdorf MuseumsForum und auf der Kulturbühne der Kaiserpfalz sowie Feiern auf dem Campus der Universität.
- Paderborner Osterlauf am Osterwochenende: seit 1947, Start und Ziel am Heierswall, 5 km, 10 km und Halbmarathon
- Home Deluxe Arena an der Wilfried-Finke-Allee: 15.000 Plätze, Heimspiele des SC Paderborn 07
- Sportzentrum Maspernplatz: rund 2.500 Plätze bei Basketball, Spiele der Paderborn Baskets, Konzerte und Comedy
- PaderHalle an der Heiersmauer: bis zu 945 Sitz- oder 1.500 Stehplätze für Oper, Konzert und Kabarett
- Schützenfest im Juli und Weihnachtsmarkt auf Dom- und Rathausplatz
- Schloß Neuhaus: Schlosssommer, Schützenfest im Juni und das Straßentheaterfestival Performance Ende August
Altstadt, Stadion, Halle: drei verschiedene Lagen
In der Altstadt sind die Wege kurz und eng, viele Plätze grenzen an Kirchen, Wohnhäuser und die Paderquellen. Besucherströme müssen hier so gelenkt werden, dass Rettungswege frei bleiben, auch wenn sich zwischen Dom, Rathaus und Liboriberg abends die Menge staut. Ordner brauchen dafür eine genaue Einweisung in Postenplan, Sperrstellen und Ausweichwege.
Im Stadion geht es um Einlass, Trennung von Fanbereichen und Abstrom nach Spielende, oft in enger Abstimmung mit Verein und Polizei. In der Maspernhalle und der PaderHalle zählt die Kontrolle am Eingang, die Aufsicht im Saal und das ruhige Räumen bei einer Störung. In Nordrhein-Westfalen regelt die Sonderbauverordnung die Anforderungen an größere Versammlungsstätten; Ihr Sicherheitskonzept und die Auflagen der Behörden sind die Grundlage unserer Planung.
Was unsere Ordner übernehmen
Wir stellen Kräfte für Einlass, Taschen- und Kartenkontrolle, sichern Bühnen, Backstage und Technik, halten Notausgänge frei und lenken Besucher an Engstellen. Bei Märkten und Kirmes bewachen wir Buden, Fahrgeschäfte und Material in den Nächten zwischen den Festtagen und beim Auf- und Abbau.
Jede Schicht beginnt mit einer Einweisung durch den Einsatzleiter, jede Besonderheit steht mit Uhrzeit im Bericht. Wer bei Libori oder einem Heimspiel eingesetzt wird, kennt vorher seinen Posten, seinen Ansprechpartner und den Meldeweg zu Sanitätsdienst und Polizei.
Bei Festen über mehrere Tage achten wir auf feste Teams je Bereich, damit dieselben Ordner jeden Abend an derselben Stelle stehen. Sie kennen dann die Schausteller, die Wege zwischen den Buden und die Stellen, an denen es eng wird. Nach Ende des Programms begleiten wir den Abstrom, kontrollieren, ob Bereiche geräumt sind, und übergeben an die Nachtwache.
Planung ohne Büro vor Ort
Unsere eigene Planung aus dem Personalstamm liegt in Norddeutschland, Hauptsitz ist Neumünster. In Nordrhein-Westfalen haben wir kein Büro und arbeiten vorhabenbezogen. Für eine Veranstaltung in Paderborn prüfen wir deshalb Anfahrt, Unterbringung und die nötigen Qualifikationen, bevor wir zusagen. Eingesetzt werden Kräfte mit Unterrichtung oder Sachkundeprüfung nach § 34a GewO, zertifiziert sind wir nach ISO 9001 und DIN 77200.
Wie wir Veranstaltungen grundsätzlich absichern, beschreibt Veranstaltungsschutz, den Rahmen im Land Veranstaltungsschutz in Nordrhein-Westfalen. Einen Überblick über Paderborn gibt Sicherheitsdienst Paderborn; für Feste in Ostwestfalen lohnt der Blick auf Bielefeld.
Womit Veranstalter rechnen können
Als Richtwert gelten 23 bis 50 € netto je Stunde. Den Ausschlag geben die Zahl der Ordner, die Länge der Schichten, Nacht- und Feiertagsanteile und der Bedarf an Kräften mit Sachkundeprüfung. Bei mehrtägigen Festen wie Libori kommen Nachtbewachung und die Unterbringung der Kräfte hinzu, die wir getrennt ausweisen. Je früher wir Postenplan und Besucherzahl kennen, desto genauer wird das Angebot.


