Eine Stadt mit langer Brandgeschichte
Wie viele mittelalterliche Städte hat Paderborn große Feuer erlebt. Im Jahr 1000 zerstörte ein Brand Pfalz und frühen Dom, 1058 erfasste eine Feuersbrunst fast die ganze Stadt, weitere Stadtbrände folgten 1133, 1165, 1289, 1340 und 1506. Nach dem Brand von 1506 entstand eine Wasserkunst, die 1523 fertig war. 1875 griff der sogenannte Ükernbrand von einem Altstadtviertel bis auf den Dom über.
Viele Gebäude, die heute das Stadtbild prägen, wurden nach 1945 wieder aufgebaut: Der Dom brannte damals völlig aus, das Rathaus im Stil der Weserrenaissance wurde zwischen 1947 und 1958 neu errichtet, die Abdinghofkirche 1951 wieder eröffnet. Ihre Dachstühle, Gewölbe und Ausstattungen sind empfindlich, und Arbeiten mit offener Flamme oder Funkenflug brauchen dort besondere Vorsicht.
Wo in Paderborn Heißarbeiten anfallen
Auch Versammlungsstätten wie die PaderHalle mit ihrem bleiverkleideten Dach und dem rund 23 Meter hohen Bühnenturm oder die Maspernhalle brauchen bei Dach- und Technikarbeiten eine Brandwache, besonders wenn der Betrieb parallel weiterläuft.
- Hoher Dom: Bau mit Teilen aus dem 11. bis 13. Jahrhundert, Paradiesportal, Krypta 2023 neu gestaltet
- Abdinghofkirche: Innensanierung von Herbst 2023 bis 2025
- Rathaus: Weserrenaissance-Bau von 1613 bis 1620
- Kaiserpfalz: Wiederaufbau der ottonischen Halle ab 1976, heute Museum
- Schloss Neuhaus: vierflügelige Anlage mit Rundtürmen, heute Schule
- Alanbrooke Quartier: Umbau von elf denkmalgeschützten Kasernenbauten aus dem 19. Jahrhundert
- Zukunftsquartier: Rückbau und Entkernung früherer Kasernengebäude
- Stahlwerk und Industriehallen in Schloß Neuhaus und Mönkeloh
Denkmal, Rückbau, Industrie: drei Arten von Risiko
In Kirchen und historischen Bauten liegt das Risiko im Verborgenen: Funken fallen in Hohlräume, Fugen und alte Holzbalken, Glutnester entstehen oft erst Stunden nach dem letzten Schnitt. Deshalb kommt es hier besonders auf die Nachkontrolle an, auch nach Feierabend.
Beim Rückbau von Kasernen werden Stahlträger, Leitungen und Bewehrungen mit Trennschleifer und Schneidbrenner zerlegt, während daneben Dämmstoffe, Holz und Abfälle liegen. In Industriebetrieben kommen Öle, Stäube und brennbare Lager hinzu, die je nach Werk eigene Regeln für Arbeitsfreigaben haben.
Brandwache bei laufendem Betrieb
In Paderborn wird selten auf leeren Flächen gearbeitet. Im Dom und in den Kirchen der Altstadt finden Gottesdienste und Führungen statt, das Rathaus ist Sitz von Rat und Standesamt, Schloss Neuhaus wird als Schule genutzt, und im Alanbrooke Quartier leben schon Menschen neben den Denkmalbauten, an denen noch gebaut wird. Heißarbeiten müssen dann in Zeiten gelegt werden, in denen möglichst wenige Menschen im Gebäude sind, und die Brandwache muss wissen, wie die Räumung im Ernstfall abläuft.
Wir stimmen deshalb vor Beginn ab, welche Brandmelder für die Dauer der Arbeiten abgeschaltet werden, wer sie wieder einschaltet und wie wir mit Hausmeister, Küster oder Schulleitung in Verbindung bleiben. Ist das Gebäude auf die Feuerwehr aufgeschaltet, gilt der Meldeweg Ihres Hauses. Während Libori, wenn die Altstadt neun Tage lang voller Menschen ist, empfiehlt es sich ohnehin, Heißarbeiten an Gebäuden rund um Dom und Rathaus zu verschieben oder besonders sorgfältig zu begleiten.
Was unsere Brandwache tut
Vor Beginn der Arbeiten prüfen wir mit Ihnen den Arbeitsbereich, die Erlaubnis für feuergefährliche Arbeiten und die bereitgestellten Löschmittel, entfernen oder decken brennbare Stoffe in der Umgebung ab, soweit vereinbart, und klären die Fluchtwege. Während der Arbeiten beobachten wir den Funkenflug, auch in angrenzenden Räumen und Geschossen.
Nach dem letzten Schnitt bleiben wir für die vereinbarte Zeit vor Ort und kontrollieren die Arbeitsstelle danach in festen Abständen erneut. Unsere Kräfte werden vor Ort in die Löschmittel eingewiesen. Wärmebildkameras setzen wir ein, wenn Sie eine bereitstellen. Jede Kontrolle steht mit Uhrzeit im Bericht.
Vorhabenbezogen aus Neumünster
Unsere eigene Planung aus dem Personalstamm liegt in Norddeutschland, Hauptsitz ist Neumünster. In Nordrhein-Westfalen haben wir kein Büro und übernehmen Brandwachen vorhabenbezogen: nach Klärung von Umfang, Arbeitszeiten und Nachkontrolle, und erst wenn die Besetzung steht. Wir sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert, rund um die Uhr erreichbar unter +49 4321 78 33 590.
Grundsätzliches lesen Sie unter Brandwachen, die Lage im Land unter Brandwache in Nordrhein-Westfalen. Alle Leistungen in Paderborn zeigt Sicherheitsdienst Paderborn.
Wovon die Kosten abhängen
Für eine Brandwache in Paderborn gilt der Richtwert von 23 bis 50 € netto je Stunde. Den Ausschlag geben die Dauer der Heißarbeiten, die Länge der Nachkontrolle und wie viele Stunden in die Nacht oder aufs Wochenende fallen. Bei Arbeiten in Kirchen oder Denkmälern ist die Nachkontrolle oft länger, bei mehrtägigen Arbeiten lohnt sich eine feste Besetzung. Anreise und Unterbringung weisen wir getrennt aus.


