Vom Walzwerk zur Rohrfertigung
Die Industriegeschichte Dinslakens beginnt lange vor dem Bergbau. Um 1850 entstand eine Leimfabrik, 1873 eine Eisengießerei, 1897 begann der Bau des Walzwerks der Gewerkschaft „Deutscher Kaiser“. Ab 1914 förderte die Zeche Lohberg, die zeitweise mehr als 5.000 Menschen beschäftigte und Ende 2005 stillgelegt wurde.
Heute ist die Rohrfertigung von Benteler Steel/Tube der bekannteste Industriebetrieb der Stadt. Der Standort gehört seit 50 Jahren zur Benteler-Gruppe; rund 550 Beschäftigte stellen dort im Dreischichtbetrieb jährlich etwa 220.000 Tonnen nahtlose Stahlrohre her, für Maschinenbau, Kessel- und Anlagenbau, Energietechnik und Fahrzeugindustrie. Am Bahnhof besitzt das Werk einen eigenen Gleisanschluss.
Betriebe mit Bedarf an Werkschutz
Neben dem Rohrwerk gibt es in Dinslaken mehrere Standorte, an denen Tore, Lager und Fremdfirmen geregelt sein müssen:
- Rohrfertigung von Benteler Steel/Tube mit Gleisanschluss am Bahnhof
- Holz-Energiezentrum der Stadtwerke-Gruppe mit Brennstoffbunker
- Gewerbegebiet Thyssenstraße mit Büro-, Lager- und Produktionsflächen
- Neues Gewerbegebiet am Ende des Lohberg Corso
- Werkstätten und Ateliers im Kreativ.Quartier Lohberg
- Gewerbeeinheiten im umgebauten Ledigenheim Lohberg
Die Spanne reicht vom Industriewerk mit schwerem Werksverkehr bis zur Halle, in der ein Handwerksbetrieb Maschinen und Material lagert. Entsprechend unterschiedlich fallen Pfortendienst, Rundgänge und Zutrittsregeln aus. Im Gewerbegebiet Thyssenstraße etwa teilen sich Dienstleister und Logistiker ein Areal; dort kann es sinnvoll sein, Rundgänge über mehrere Mieter abzustimmen. In Lohberg wiederum stehen Ateliers und kleine Betriebe in denkmalwerten Zechengebäuden, deren Zugänge sich nicht beliebig verändern lassen und deshalb anders gesichert werden müssen als eine moderne Halle.
Stahlrohr im Freilager
Rohre und Halbzeuge liegen häufig auf Freiflächen, in großen Stückzahlen und schwer zu überblicken. Für den Werkschutz heißt das: Lagerplätze gehören in jeden Rundgang, Ladestellen werden beim Verlassen kontrolliert, und jede Abholung muss zu einem Lieferschein passen. Wer Metall außerhalb der Betriebszeiten abtransportieren will, braucht Zeit und ein Fahrzeug – genau darauf achten unsere Kräfte bei Nachtrunden.
An der Pforte gleichen wir Kennzeichen, Fahrer und Papiere ab, weisen Lkw an die richtige Ladestelle und halten fest, wann sie das Gelände wieder verlassen. Fremdfirmen werden mit Namen, Arbeitgeber und Auftrag registriert und eingewiesen, bevor sie Produktionsbereiche betreten. Die allgemeinen Aufgaben beschreibt die Seite Werkschutz.
Energieanlage im Dauerbetrieb
Das Dinslakener Holz-Energiezentrum der Stadtwerke-Gruppe erzeugt in Kraft-Wärme-Kopplung jährlich rund 380 Gigawattstunden Wärme und 100 Gigawattstunden Strom. Das Altholz kommt per Lkw, wird in einen Bunker gekippt und von einer Krananlage auf zwei Vorschubroste verteilt. 22 Mitarbeitende überwachen die Anlage im Schichtdienst aus ihrem eigenen Leitstand.
An solchen Anlagen unterstützt Werkschutz vor allem an der Anlieferung und in den Randbereichen: Annahme der Lkw nach Zeitfenster, Abgleich der Lieferpapiere, Kontrolle von Zaun und Toren, Begleitung von Fremdfirmen bei Revisionen. Die Anlage selbst fährt der Betreiber; wir halten ihm Zufahrten und Zugänge geordnet.
Erst prüfen, dann zusagen
Für Dinslaken arbeiten wir vorhabenbezogen: Die Stadt gehört nicht zu unserer Kernregion Nord, und in Nordrhein-Westfalen unterhalten wir keine eigene Niederlassung. Bevor wir einen Werkschutz übernehmen, rechnen wir deshalb durch, wie viele Kräfte Ihr Schichtplan bindet, wie sie anreisen und wo sie über die Laufzeit wohnen, und wer einspringt, wenn jemand ausfällt. Geht diese Rechnung nicht auf, sagen wir das offen.
Passt alles, übernimmt ein gleichbleibendes Team den Dienst, und Sie haben eine feste Person, die Ihre Anliegen aufnimmt. Vor dem ersten Einsatz lernen die Kräfte Werksordnung, Notfallpläne und Ihre Telefonliste kennen. Alle sind mindestens nach § 34a GewO unterrichtet; wer Kontrollen mit Befugnissen ausübt, hat die Sachkundeprüfung abgelegt. Zertifiziert sind wir nach ISO 9001 und DIN 77200. Werke jenseits der Stadtgrenze, etwa in Duisburg, betrachten wir auf dieselbe Weise; den Überblick für die Stadt gibt die Seite Sicherheitsdienst Dinslaken.
Womit Sie beim Werkschutz rechnen können
Unser Richtwert für Werkschutz in Dinslaken: 23 bis 50 € netto je Stunde. Weil ein Werk selten nur für ein paar Tage bewacht wird, lohnt der Blick auf das ganze Jahr. Ein Rohrwerk im Dreischichtbetrieb braucht eine andere Besetzung als eine Halle, die nur nachts und an Feiertagen leer steht. Treiber sind vor allem Nachtanteil und Feiertage, die Zahl gleichzeitig offener Zufahrten und Aufgaben wie die Verwaltung von Fremdfirmenausweisen. Die Landesübersicht finden Sie unter Werkschutz in Nordrhein-Westfalen.


