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Brandwache in Berlin-Marienfelde:Denkmal, Werk und Deponiegas

Eine Kirche aus dem 13. Jahrhundert, Fabrikbauten aus der Gründerzeit und ein Park auf einer früheren Deponie: In Marienfelde gibt es Orte, an denen schon ein Funke reicht.

Bezirk Tempelhof-Schöneberg · ISO 9001 · DIN 77200

Brandrisiken zwischen Dorfanger und Industriegebiet

Marienfelde vereint auf wenigen Quadratkilometern sehr alte und sehr technische Bauten. Am Anger steht die Dorfkirche, eine Feldsteinkirche aus der Zeit um 1240 mit Mauern von über einem Meter Stärke und einem Dachstuhl, in dem noch ältere Balken stecken. Sie gilt als vollständige spätromanische Anlage und steht unter Denkmalschutz. Im Nordosten liegen Fabrikbauten aus der Zeit um 1900, darunter das denkmalgeschützte Fritz-Werner-Werk an der Daimlerstraße.

Im Süden arbeiten im Industriegebiet Motzener Straße rund 220 Betriebe, vom Lebensmittelhersteller bis zum Technologieunternehmen. Wo Hallen umgebaut, Leitungen verlegt oder Dächer erneuert werden, fallen Schweiß-, Schneid- und Trennarbeiten an, und mit ihnen die Pflicht, nach dem Ende der Arbeiten aufmerksam zu bleiben.

Wo in Marienfelde Brandwachen gebraucht werden

Belegte Orte mit typischem Bedarf:

  • Dorfkirche Marienfelde am Dorfanger, ein Baudenkmal mit regelmäßigen Orgelkonzerten
  • Fritz-Werner-Werk an der Daimlerstraße, denkmalgeschützter Industriebau
  • Mercedes-Benz-Werk und Werkshallen im Industriegebiet Motzener Straße
  • Erinnerungsstätte Notaufnahmelager während der Sanierung ab Ende 2026
  • Freizeitpark Marienfelde auf einer früheren Deponie mit Gasfassung
  • Lehrbauhof an der Belßstraße, auf dem Auszubildende der Bauberufe praktisch arbeiten

Nicht jeder dieser Orte braucht ständig eine Wache. Gefragt ist sie vor allem dann, wenn Arbeiten mit offener Flamme oder Funkenflug anstehen, wenn eine Brandmeldeanlage vorübergehend abgeschaltet ist oder wenn viele Menschen in einem Gebäude zusammenkommen.

Heißarbeiten in alten Mauern

In historischen Bauten sind die Gefahren schwer zu sehen. Glut kann sich in Fugen, Hohlräumen hinter Verkleidungen oder in alten Holzbalken festsetzen und erst Stunden später ein Feuer auslösen. Deshalb ist die Nachkontrolle mindestens so wichtig wie die Wache während der Arbeit.

Unsere Kräfte sind während der Heißarbeiten vor Ort, halten Löschmittel bereit, beobachten Funkenflug und angrenzende Räume und bleiben nach Arbeitsende so lange, wie es die Erlaubnis zur Heißarbeit vorsieht. Danach gehen sie die betroffenen Bereiche erneut ab und tasten Wände und Decken nach Wärme ab. Eine Wärmebildkamera setzen wir ein, wenn Sie eine bereitstellen. Mit Löschern und Löschdecken auf Ihrer Baustelle werden unsere Kräfte vor Ort eingewiesen.

Ein Park über Deponiegas

Der Freizeitpark Marienfelde zeigt, dass Brandschutz nicht nur Gebäude betrifft. Unter den rund 40 Hektar liegen etwa vier Millionen Kubikmeter Hausmüll aus den Jahren 1950 bis 1981. Das entstehende Gas wurde früher zum Heizen genutzt und wird heute abgefackelt. Nach einer Methanexplosion im Februar 2001 blieb der Park bis 2005 geschlossen, bis eine Gasfassung gebaut war.

Bei Arbeiten an solchen Anlagen oder bei Veranstaltungen auf dem Gelände kann eine Brandwache sinnvoll sein, die Zündquellen im Blick behält und Rettungswege freihält. Welche Vorgaben dort gelten, legt der Betreiber fest; wir richten uns danach.

Ersatz für abgeschaltete Anlagen und Planung

Wird in einem Werk, einer Behörde oder einem Wohnhochhaus die Brandmeldeanlage gewartet oder umgebaut, fehlt für diese Zeit die automatische Meldung. Wir übernehmen dann Rundgänge durch die betroffenen Bereiche und halten die Meldewege zur Feuerwehr offen. Alle Kontrollen stehen mit Uhrzeit im Bericht.

Geplant werden Brandwachen in Marienfelde aus unserer Zweigniederlassung an der Aroser Allee 81 in Reinickendorf, ein Büro im Ortsteil haben wir nicht. Unser Personal hat mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO, wir sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert und rund um die Uhr unter +49 4321 78 33 590 erreichbar. Mehr dazu unter Brandwachen und Brandwache Berlin; für den Nachbarortsteil siehe Lichterfelde.

Kosten einer Brandwache

Der Richtwert liegt bei 23 bis 50 € netto je Stunde. Bei Brandwachen ist der Anteil an Nachtstunden oft hoch, weil die Nachkontrolle nach Heißarbeiten in den Abend reicht oder eine abgeschaltete Anlage über Nacht ersetzt werden muss. Das schiebt den Preis innerhalb der Spanne nach oben.

Kurze Einsätze für einen einzelnen Schweißtermin rechnen wir mit einer Mindestdauer ab, längere Umbauphasen planen wir mit festen Kräften. Wir sagen Ihnen vorher, welche Variante für Ihr Vorhaben wirtschaftlich ist.

Häufige Fragen

Häufige Fragen kurz beantwortet

Wie lange bleibt die Brandwache nach den Heißarbeiten?+

So lange, wie Ihre Erlaubnis zur Heißarbeit es vorgibt. In Altbauten mit Holzbalken empfehlen wir eine eher lange Nachkontrolle, die wir vorab mit Ihnen festlegen.

Bringen Sie eine Wärmebildkamera mit?+

Nein, wir setzen eine ein, wenn Sie eine bereitstellen. Ohne Kamera prüfen unsere Kräfte Wände, Decken und Fugen durch Abtasten und Beobachten.

Können Sie bei einer Wartung der Brandmeldeanlage einspringen?+

Ja. Wir gehen die betroffenen Bereiche in festen Abständen ab und halten die Meldewege zur Feuerwehr offen, bis die Anlage wieder arbeitet.

Stellen Sie Brandwachen für Konzerte in der Dorfkirche?+

Auf Anfrage ja. Wir halten Rettungswege frei, beobachten Kerzen und Technik und sind bis zum Verlassen aller Gäste vor Ort.

Haben Sie ein Büro in Marienfelde?+

Nein. Wir planen aus unserer Zweigniederlassung in Berlin-Reinickendorf und weisen die Kräfte vor dem ersten Einsatz am Objekt ein.

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Brandwache für Ihr Vorhaben in Marienfelde

Ob Schweißarbeiten im Werk, Sanierung im Denkmal oder Wartung der Brandmeldeanlage: Nennen Sie uns Ort und Zeitraum, wir planen die Wache.