Ein Ortsteil, der vom Schiffbau geprägt ist
Fähr-Lobbendorf ist seit dem 19. Jahrhundert ein Werftstandort. 1834 begann Claus Steenken in Fähr mit dem Schiffbau, 1856 Johann Peter Menck in Lobbendorf, und 1893 entstand aus den Vegesacker Werften der Bremer Vulkan. Dessen Gelände hatte zu Spitzenzeiten ein Trockendock von 331 mal 57 Metern und ein Hallendock von 170 mal 25 Metern. Nach dem Ende des Vulkan 1997 übernahm Lürssen einen Teil der Anlagen und baut am Standort Fähr-Lobbendorf bis heute große Yachten und Marineschiffe.
Damit gehören Heißarbeiten hier zum Alltag: Schweißen an Stahlrümpfen, Brennschneiden im Dock, Flexen in Hallen und an Bord. Eine Brandwache beobachtet den Arbeitsbereich, hält Löschgerät griffbereit und bleibt nach Ende der Arbeiten so lange, bis keine Glutnester mehr zu befürchten sind.
Was der Brand im September 2018 zeigt
Im September 2018 brannte auf dem Lürssen-Gelände in Fähr-Lobbendorf ein Schwimmdock, mit ihm die darin liegende Yacht „Sassi“. Rund 900 Einsatzkräfte waren beteiligt. Der Fall zeigt, wie schnell sich ein Feuer in einem Dock oder an einem großen Schiffskörper ausbreiten kann, wenn Dämmstoffe, Kabel und Innenausbau in der Nähe sind.
Für jede Heißarbeit auf einem Werftgelände gilt deshalb: Brennbares Material im Umfeld entfernen oder abdecken, Funkenflug auch hinter Schotten und in tiefer liegenden Räumen bedenken, Löschmittel bereitstellen und den Bereich nach der Arbeit mehrfach kontrollieren. Genau diese Aufgaben übernehmen unsere Brandwachen, nach den Vorgaben Ihrer Erlaubnis für feuergefährliche Arbeiten.
- Prüfung des Arbeitsbereichs vor Beginn auf brennbare Stoffe
- Beobachtung während der Arbeiten, auch in Nachbarräumen und unter Deck
- Bereitstellung von Feuerlöschern und Löschdecken
- Nachkontrolle nach Arbeitsende mit schriftlichem Vermerk
Hallen und Gewerbe am früheren Werftufer
Auf dem ehemaligen Vulkan-Gelände arbeiten heute viele verschiedene Betriebe. Bis 2012 hat dort auch die Bremer Bootsbau Vegesack Schiffe nach historischen Vorbildern gebaut und restauriert. In den alten Hallen wird repariert, umgebaut und gelagert, oft mit Holz, Kunststoff oder Verpackung in der Nähe.
Wenn in solchen Hallen ein Dach abgedichtet, eine Stahlkonstruktion nachgeschweißt oder eine Leitung getrennt wird, ist der Mieter selten auf eine eigene Brandwache eingestellt. Wir springen auch kurzfristig ein, für eine einzelne Schicht oder für mehrere Wochen.
Denkmale und historische Bauten
Nicht nur Industrie braucht Brandwachen. Wätjens Schloss im Park ist seit 1973 ein Denkmal, und schon einmal ist sein Dach nach dem Krieg abgebrannt. Im Gesamtensemble stehen außerdem Wirtschaftsgebäude mit Wasserturm, Torhaus und Gedächtnistempel unter Schutz. Bei Dacharbeiten mit Brenner, beim Löten an Leitungen oder bei Arbeiten an alten Holzkonstruktionen ist die Brandgefahr hoch und der Schaden kaum zu ersetzen.
Auch der Kulturbunker Vulkan am Tor Lobbendorf ist ein historischer Bau. Bei Umbauten mit Heißarbeiten in einem Gebäude mit wenigen Ausgängen achten wir besonders auf Rauch und freie Wege.
Qualifikation und Planung
Unsere Brandwachen sind eingewiesen in den Umgang mit Feuerlöschern und das Vorgehen im Brandfall. Sie haben die Unterrichtung oder die Sachkundeprüfung nach § 34a GewO, die Abläufe folgen DIN 77200, und unser Qualitätsmanagement ist nach ISO 9001 zertifiziert. Vor dem Einsatz bekommen sie die Erlaubnis für feuergefährliche Arbeiten und die Einweisung Ihres Betriebs.
Geplant wird aus unserer Niederlassung Bremen. Rund um die Uhr erreichen Sie uns unter +49 4321 78 33 590, auch wenn eine Brandwache kurzfristig für den nächsten Morgen gebraucht wird. Einsätze in Vegesack oder Blumenthal lassen sich mitplanen.
Kosten der Brandwache
Als Richtwert für eine Brandwache rechnen Sie mit 23 bis 50 € netto je Stunde. Entscheidend sind die Dauer der Heißarbeiten, die Länge der Nachkontrolle und wie viele Stunden in Nachtschichten oder am Wochenende liegen, wenn eine Werft durcharbeitet oder ein Dock eng getaktet ist.
Für längere Werftprojekte planen wir feste Teams, damit die Kräfte die Abläufe an Bord kennen. Sie erhalten ein Angebot, das Schichten und Nachkontrollen getrennt aufführt. Den Überblick über das Land finden Sie unter Brandwache in Bremen, zum Ortsteil unter Sicherheitsdienst Fähr-Lobbendorf.


