Heißarbeiten in einem Ortsteil mit alten und neuen Bauten
In Lehesterdeich stehen Gebäude aus sehr unterschiedlichen Zeiten nebeneinander: ein klassizistisches Gutshaus aus dem späten 18. Jahrhundert, eine Siedlung aus den 1930er-Jahren, eine Kirche von 1968, Wohnblocks der 1960er und Gewerbehallen der 1990er-Jahre. Wo an diesen Gebäuden Dächer abgedichtet, Rohre gelötet oder Stahlträger getrennt werden, entstehen Funken und heiße Teile, die in Ritzen fallen und dort lange unbemerkt glimmen können.
Eine Brandwache beobachtet den Arbeitsbereich während der Arbeiten, hält Löschmittel griffbereit und kontrolliert nach Arbeitsende die Umgebung, bevor alle das Gebäude verlassen. Oft verlangt der Gebäudeeigentümer oder sein Versicherer eine solche Aufsicht, wenn mit offener Flamme gearbeitet wird.
Gebäude, bei denen besondere Vorsicht gilt
Die Liste nennt reale Gebäude und Lagen in Lehesterdeich, bei denen Heißarbeiten erhöhte Aufmerksamkeit brauchen. Sie ist keine Liste von Auftraggebern:
- Gut Landruhe am Rüten mit Herrenhaus, Orangerie und Hofmeierhaus, denkmalgeschützt seit 1973
- Rote Siedlung an der Westseite der Lilienthaler Heerstraße aus den 1930er-Jahren
- Andreas-Kirche von 1968 an der Werner-von-Siemens-Straße
- Schulgebäude und Sporthallen an der Curiestraße
- Werkstätten und Lagerhallen im Gewerbegebiet Horn-Lehe-West
Denkmal und Holz: das Beispiel Gut Landruhe
Das Herrenhaus von Gut Landruhe entstand nach 1795 nach Plänen des Bremer Architekten Joachim Andreas Deetjen, die Orangerie kam um 1840 hinzu. Seit 1973 stehen Herrenhaus, Orangerie, Toranlage, Brücke, Skulptur und Hofmeierhaus gemeinsam unter Denkmalschutz. Ende der 1990er-Jahre wurde das Haus renoviert und zur Tagungsstätte umgebaut. Bei solchen Bauten bestehen Dachstühle und Decken aus altem, trockenem Holz, Hohlräume hinter Verkleidungen sind schwer einzusehen.
Für eine Brandwache bedeutet das: nicht nur den direkten Arbeitsplatz beobachten, sondern auch darüberliegende Balkenlagen, angrenzende Räume und Hohlräume prüfen, in die Funken gelangen können. Eine Wärmebildkamera setzen wir ein, wenn Sie das wünschen und bereitstellen; ansonsten arbeiten unsere Kräfte mit Sicht- und Handkontrolle.
Ablauf auf der Baustelle
Vor Beginn sehen sich unsere Kräfte den Arbeitsbereich an, klären mit dem ausführenden Betrieb, wo geschweißt oder getrennt wird, und prüfen, ob brennbare Stoffe entfernt oder abgedeckt sind. Während der Arbeiten stehen sie mit Feuerlöscher in Reichweite und beobachten Funkenflug, auch in Nachbarräumen und unter Decken. Nach Arbeitsende bleiben sie für die vereinbarte Nachkontrollzeit vor Ort und tasten Fugen, Dämmung und Bauteile auf ungewöhnliche Wärme ab.
Alles wird im Protokoll festgehalten: Beginn und Ende der Arbeiten, Ort, Befunde und Zeitpunkt der letzten Kontrolle. Das Protokoll erhalten Sie am Ende des Tages. Für dringende Fälle erreichen Sie uns rund um die Uhr unter +49 4321 78 33 590.
Kurzfristig aus der Kernregion Nord
Heißarbeiten werden oft kurzfristig angesetzt, weil sich ein Bauablauf verschiebt. Da Bremen zu unserer Kernregion Nord gehört, plant die Niederlassung Bremen solche Einsätze aus dem eigenen Personalstamm. Die Kräfte sind nach § 34a GewO unterrichtet oder sachkundig geprüft und werden vor dem Einsatz in Löschmittel und Vorgehen eingewiesen. Die Abläufe sind nach DIN 77200 und ISO 9001 zertifiziert.
Auch für Vorhaben in Nachbarortsteilen wie Horn-Lehe oder Oberneuland stellen wir Brandwachen. Mehr über den Stadtteil steht auf der Seite Sicherheitsdienst Bremen-Lehesterdeich.
Was eine Brandwache kostet
Die Brandwache rechnen wir nach einem Richtwert von 23 bis 50 € netto je Stunde ab. Weil die Nachkontrolle nach Arbeitsende fester Teil des Einsatzes ist, sollten Sie diese Zeit von Anfang an mit einplanen. Finden die Arbeiten abends oder nachts statt, etwa um den Betrieb in einer Halle nicht zu stören, steigt der Nachtanteil und damit der Preis. Wir nennen Ihnen vorab, wie viele Stunden für Arbeiten und Nachkontrolle anzusetzen sind.


