Warum in Lehesterdeich vor allem umgebaut wird
In den 1960er-Jahren sollte im Hollerland eine ganze Hollerstadt mit 15.000 Wohnungen entstehen. Verwirklicht wurde davon nur ein Teil: das Leher Feld mit Einfamilienhäusern und einem großen Wohnkomplex, später der Hollergrund von 1992 und das Gewerbegebiet Horn-Lehe-West. Nach jahrzehntelangem Streit zwischen Politik und einer Bürgerinitiative wurde der Großteil des Hollerlands geschützt, seit 2004 nach europäischem Recht. Das westliche Hollerland umfasst heute 293 Hektar Naturschutzgebiet.
Damit ist die Bauflächenfrage im Ortsteil weitgehend entschieden. Wer hier baut, saniert Wohnblocks, ersetzt Dächer und Fenster, modernisiert Leitungen, baut Einfamilienhäuser um oder erweitert eine Halle. Für Baustellenbewachung heißt das: kleine und mittlere Baustellen, die mitten im bewohnten Umfeld liegen.
Typische Baustellenlagen im Ortsteil
Die folgenden Lagen sind real und typisch für Bauvorhaben in Lehesterdeich. Wir nennen damit keine laufenden Aufträge:
- Sanierung von Mehrfamilienhäusern im Leher Feld aus den 1960er-Jahren
- Umbau und Anbau an Einfamilienhäusern im Hollergrund und Leher Feld
- Hallenumbau oder Erweiterung im Gewerbegebiet Horn-Lehe-West an der Haferwende
- Arbeiten an Schulgebäuden rund um die Curiestraße in den Ferien
- Leitungs- und Gleisbau an der Lilienthaler Heerstraße
Was auf Baustellen im Bestand gefährdet ist
Bei einer Sanierung liegt das Wertvolle selten offen auf dem Feld. Es steckt in verschlossenen Containern, in Kellern und Treppenhäusern, die tagsüber für Handwerker offen stehen. Kupferleitungen, Heizungsteile, neue Fenster und Elektrowerkzeug sind begehrt. Ein Gerüst an einem Wohnhaus ist außerdem eine Einladung, über ein Fenster in eine Wohnung zu gelangen, die nicht zur Baustelle gehört.
Dazu kommen Gefahren für Unbeteiligte: Kinder klettern nach Schulschluss auf Materialstapel, Gruben bleiben über Nacht offen, Leitern lehnen am Gerüst. Wir kontrollieren nach Feierabend, ob Zugänge gesperrt, Leitern weggeschlossen und Absperrungen vollständig sind, und melden der Bauleitung, was fehlt.
Kontrollen statt Dauerwache
Für die meisten Baustellen in Lehesterdeich ist keine Kraft rund um die Uhr nötig. Wir fahren das Gelände zu wechselnden Zeiten an, besonders zwischen Freitagabend und Montagmorgen, prüfen Zaun, Container, Maschinen und Gerüst und erfassen Fahrzeuge, die sich an der Baustelle aufhalten. Bei großen Lieferungen, etwa wenn Fenster für einen ganzen Block bereitstehen, setzen wir für einige Nächte eine feste Wache ein.
Die Niederlassung Bremen plant die Kontrollen im Rahmen unserer Kernregion Nord aus dem eigenen Personalstamm. Baustellen in Horn, Lehe oder Borgfeld lassen sich in dieselbe Tour aufnehmen. Alle Kräfte sind nach § 34a GewO unterrichtet oder sachkundig geprüft, die Abläufe nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert.
Nachweise für Bauleitung und Versicherung
Jede Kontrolle wird mit Uhrzeit, Ort und Befund erfasst, Schäden mit Foto. Die Bauleitung bekommt morgens eine kurze Meldung, bei akuten Vorfällen wie Einbruch oder Vandalismus sofort einen Anruf. Diese Unterlagen helfen bei der Meldung an die Versicherung und bei der Klärung, ob ein Schaden vor oder nach Feierabend entstanden ist.
Rund um die Uhr erreichbar sind wir unter +49 4321 78 33 590. Einen Überblick über unsere Leistungen im ganzen Land bietet die Seite Baustellenbewachung Bremen.
Kosten nach Bauphase
Den Rahmen bildet ein Richtwert von 23 bis 50 € netto je Stunde. Auf einer Sanierungsbaustelle ändert sich der Bedarf mit der Bauphase: Während des Rohbaus reichen oft wenige Kontrollen, wenn Fenster, Haustechnik oder Küchen angeliefert sind, lohnt sich mehr Präsenz. Wir planen den Umfang deshalb in Abschnitten und passen ihn an, sobald sich die Lage auf der Baustelle ändert. Wochenend- und Feiertagsstunden stehen gesondert im Angebot.


