Ein Ort, der vom Pferd lebt
Seit der Eröffnung der Galopprennbahn 1868 hat der Pferdesport Hoppegarten geprägt. Historisch standen in Hoppegarten und im benachbarten Neuenhagen bis zu 1.000 Pferde in den Ställen. Rund um die Rennbahnallee und die Lindenallee entstanden Villen mit Stall- und Remisengebäuden, in Münchehofe gibt es heute fünf Pferdehöfe und seit 2001 eine Reitsportanlage. Wo Pferde stehen, lagern Heu, Stroh und Einstreu, oft in Gebäuden mit hölzernen Dachstühlen.
Für Brandschutz bei Bau- und Reparaturarbeiten ist das eine heikle Mischung. Ein Funke, der in eine Ritze mit Stroh fällt, kann dort lange unbemerkt glimmen. Genau dafür gibt es die Brandwache: Sie beobachtet während der Arbeit und bleibt danach so lange, wie die Gefahr eines Glutnests besteht.
Denkmale, an denen gearbeitet wird
Die Liste der Baudenkmale in Hoppegarten ist lang. Viele dieser Gebäude werden genutzt, saniert oder umgebaut, und an vielen kommen Lötlampe, Schweißgerät oder Trennschleifer zum Einsatz. Besonders aufmerksam sind wir bei:
- der Haupttribüne der Galopprennbahn von 1888, Teil eines national wertvollen Kulturdenkmals
- der Rennstallanlage von 1913 an der Lindenallee mit Villa, Personalwohnhaus und Stallgebäuden
- dem Gestüt an der Rennbahnallee 1, einer Hofanlage aus vier Stallgebäuden
- dem Herrenhaus Dahlwitz von 1856 im Landschaftspark nach Lenné
- der Anlage des Kaiserbahnhofs Am Güterbahnhof
- den Dorfkirchen in Hönow und Münchehofe aus dem 13. Jahrhundert und der Dorfkirche Dahlwitz
- einem Fachwerkhaus aus der Zeit um 1800 in der Alten Berliner Straße
In Kirchen und Tribünen kommen alte Hölzer, Hohlräume hinter Verkleidungen und schwer erreichbare Dachbereiche zusammen. Ein Brand dort wäre nicht nur ein Sachschaden, sondern ein Verlust an Geschichte.
Heißarbeiten im Gewerbe
Auch in den Gewerbeflächen an der B 1/B 5 wird regelmäßig mit Hitze gearbeitet. Der Stahl- und Metallbauer Heckmann fertigt in der Digitalstraße Stahlkonstruktionen für Brücken und Industriehallen und bietet Wartung und Reparatur für Industriekunden an. In großen Logistikhallen wie denen von Rhenus oder dem Verteilzentrum an der B 1 fallen bei Umbauten, Regalmontagen oder Dachreparaturen Schweiß- und Trennarbeiten an, während daneben Kartons, Folien und Möbel lagern.
In solchen Betrieben regelt meist ein Erlaubnisschein für feuergefährliche Arbeiten, wann eine Brandwache nötig ist und wie lange die Nachkontrolle dauert. Wir übernehmen diese Aufgabe, damit die ausführende Firma bei ihrer Arbeit bleiben und Ihr eigenes Personal den Betrieb weiterführen kann.
So arbeitet unsere Brandwache
Vor Beginn gehen wir mit Ihnen oder der ausführenden Firma den Arbeitsbereich ab: Welche brennbaren Stoffe liegen in der Nähe, wo stehen die Feuerlöscher, welche Fluchtwege und Meldewege gelten? Brennbares lassen wir entfernen oder abdecken. Während der Arbeit beobachtet die Brandwache Funkenflug und Wärme, auch in Nachbarräumen und unter Böden, und schlägt sofort Alarm, wenn etwas zu glimmen beginnt.
Nach dem Ende der Heißarbeit beginnt die Nachwachzeit. Wir kontrollieren Bauteile, Fugen und Hohlräume, tasten auf Wärme ab und wiederholen das in festen Abständen. Beginn, Ende und Feststellungen stehen mit Uhrzeit im Bericht. Unsere Kräfte werden vor jedem Einsatz in Löschmittel und Wege des Objekts eingewiesen. Eine Wärmebildkamera nutzen wir, wenn Sie eine bereitstellen.
Planung und Qualifikation
Hoppegarten gehört zu unserer Kernregion Nord. Ein Büro haben wir in der Gemeinde nicht, die Einsätze steuern wir aus der Zweigniederlassung Aroser Allee 81 in Berlin. Unsere Kräfte haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO, wir sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Bei Brandwachen, die eine Behörde oder ein Prüfsachverständiger für eine Veranstaltung fordert, klären wir vorab, ob zusätzlich die Feuerwehr gefragt ist.
Mehr zur Leistung lesen Sie unter Brandwachen, den Überblick für das Land unter Brandwache in Brandenburg. Alles zum Ort steht auf Sicherheitsdienst Hoppegarten.
Womit Sie rechnen können
Für eine Brandwache in Hoppegarten setzen wir einen Richtwert von 23 bis 50 € netto je Stunde an. Heißarbeiten werden oft in den Abend oder auf das Wochenende gelegt, wenn Ställe ruhig und Hallen leer sind; Nachtanteile und Feiertage erhöhen dann den Aufwand. Eine lange Nachwachzeit nach Dacharbeiten verlängert den Einsatz, mehrere Termine am Stück, etwa bei einer Sanierung über Wochen, machen ihn planbarer.


