Alte Bausubstanz mit viel Holz
Strausberg erhielt um 1245 Stadtrecht, und viele Bauten erinnern an diese lange Geschichte. Die Stadtpfarrkirche St. Marien an der Predigerstraße wurde um 1250 als dreischiffige Pfeilerbasilika aus Feldstein errichtet und zählt zu den größten erhaltenen Kirchen des 13. Jahrhunderts in der Mark Brandenburg. Ebenfalls aus dem 13. Jahrhundert stammt die Dorfkirche Hohenstein an der Garziner Straße.
Unter den Dächern solcher Bauten steckt viel altes Holz, oft über Jahrhunderte ausgetrocknet. Bei Arbeiten an Dachdeckung, Turm oder Leitungen reicht ein Funke, um ein Feuer zu entfachen, das sich lange unbemerkt im Gebälk ausbreitet. Deshalb verlangen Bauherren, Versicherer und Denkmalpflege bei Heißarbeiten regelmäßig eine Brandwache.
Hinzu kommt die Stadtbefestigung. Die Mauer aus Feldstein entstand zwischen dem 13. und 15. Jahrhundert, war ursprünglich rund 1.600 Meter lang und besaß 24 Wiekhäuser. Wo heute angrenzende Häuser, Anbauten oder Dachrinnen saniert werden, liegen Holz, Dämmstoffe und historische Bausubstanz eng beieinander. Gerade in solchen Winkeln der Altstadt kann sich ein Schwelbrand verbergen, der erst Stunden nach Arbeitsende sichtbar wird.
Gebäude mit erhöhtem Brandschutzbedarf
Die Denkmalliste der Stadt nennt zahlreiche Bauten, an denen bei Sanierungen besondere Vorsicht geboten ist. Beispiele:
- das Alte Rathaus am Markt 10, erbaut 1819 bis 1825
- der Wasserturm auf dem Marienberg aus dem Jahr 1910
- die Wagenhalle der Strausberger Eisenbahn an der Walkmühlenstraße 29 von 1920 und 1921
- das Fabrikgebäude mit Kessel- und Maschinenhaus an der Großen Straße 45 von 1884
- die denkmalgeschützte Flugzeughalle an der Flugplatzstraße
- die Hegermühlen-Grundschule mit einem Gebäude von 1904, in dem bis Februar 2027 Leitungen erneuert werden
Heißarbeiten in Gewerbe und Technik
Nicht nur Denkmale brauchen eine Brandwache. Am Verkehrslandeplatz werden in Hallen Motorsegler gebaut und an einer eigenen Tankstelle Flugzeuge betankt, im Gewerbegebiet Strausberg Nord sitzen Handwerks- und Gewerbebetriebe mit Lagern voller brennbarer Materialien. Wer dort schweißt, trennt oder schleift, braucht nach den Regeln der DGUV einen Erlaubnisschein und häufig eine Brandwache während und nach den Arbeiten.
Unsere Kräfte beobachten den Arbeitsbereich und seine Umgebung, halten die bereitgestellten Löschmittel griffbereit und greifen bei einem Entstehungsbrand ein. Nach Abschluss der Arbeiten bleiben sie für die vereinbarte Nachkontrolle vor Ort und prüfen Fugen, Hohlräume und angrenzende Räume auf Glutnester. Wenn Sie eine Wärmebildkamera bereitstellen, setzen wir sie dabei ein.
Bei Sanierungen im Inneren, etwa am Gestühl, an Emporen oder an der Orgel einer Kirche, gilt dasselbe: Heißarbeiten in der Nähe von Holz und Staub verlangen besondere Aufmerksamkeit.
Brandwache bei Veranstaltungen
Feuerwerk gehört in Strausberg zu vielen Festen: Die Herbstfanfare am 3. Oktober endet mit einem Feuerwerk an der Energie-Arena, das Fest an der Fähre im Juni mit einem Feuerwerk über dem Straussee. Am Verkehrslandeplatz findet seit 2022 „Strausberg im Feuerwerksfieber“ statt. Auch Konzerte in der St.-Marien-Kirche während des Orgelsommers oder Theateraufführungen auf der Freilichtbühne bringen viele Menschen in Räume und Flächen, in denen Rettungswege frei bleiben müssen.
Bei solchen Anlässen achten unsere Kräfte auf Abstände zu Zuschauern, kontrollieren Fluchtwege und Notausgänge, sichern Löschmittel und melden Gefahren sofort an Veranstalter und Feuerwehr. Die Auflagen aus der Genehmigung Ihrer Veranstaltung setzen wir dabei mit um.
Planung und Personal
Strausberg zählt zu unserer Kernregion Nord. Ein Büro in der Stadt haben wir nicht; geplant wird aus der Zweigniederlassung Berlin, Aroser Allee 81. Unsere Brandwachen haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO und werden vor jedem Einsatz vor Ort in Löschmittel, Fluchtwege und Meldewege eingewiesen. Staffsec ist nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert und rund um die Uhr unter +49 4321 78 33 590 erreichbar.
Mehr dazu unter Brandwachen und Brandwache in Brandenburg. Allgemeines zur Stadt finden Sie unter Sicherheitsdienst Strausberg, für Einsätze im Nachbarort unter Fredersdorf-Vogelsdorf.
Was eine Brandwache kostet
Für eine Brandwache rechnen wir mit einem Richtwert von 23 bis 50 € netto je Stunde. Den Ausschlag geben die Dauer der Heißarbeiten, die vorgeschriebene Nachkontrolle und die Tageszeit: Wird nachts oder am Wochenende gearbeitet, um den Betrieb nicht zu stören, steigt der Anteil an Zuschlagsstunden. Bei Veranstaltungen kommen Auf- und Abbauzeiten hinzu. Ein Angebot erhalten Sie, sobald wir Arbeitsumfang und Zeitplan kennen.


