Feldstein, Fachwerk und Backstein
In den Jahren 1406 und 1484 brannten in Bernau große Teile der Stadt ab, dabei gingen auch die Urkunden verloren. Deshalb ist bis heute unklar, wann genau die Stadt gegründet wurde. Was danach gebaut wurde, steht zu einem guten Teil noch: die spätgotische St.-Marien-Kirche, 1519 geweiht, mit einem Flügelaltar aus der Cranach-Schule, das Kantorhaus von 1582/83, die Herz-Jesu-Kirche von 1908 und die Stadtmauer aus Feldstein mit Steintor, Hungerturm und Pulverturm.
Dazu kommen jüngere Bauten mit eigenen Anforderungen: der Wasserturm von 1911, der Gasometer von 1932 und die vier denkmalgeschützten Backsteingebäude auf dem früheren Heeresbekleidungsamt, die derzeit entkernt und zu Wohnungen umgebaut werden. Für das Kantorhaus ist eine umfassende Restaurierung geplant.
Wann in Bernau eine Brandwache gebraucht wird
Eine Brandwache ist immer dann sinnvoll oder vorgeschrieben, wenn Arbeiten mit offener Flamme, Funkenflug oder starker Hitze in Bereichen mit brennbarem Material stattfinden. In Bernau betrifft das zum Beispiel:
- Dach- und Turmarbeiten an der St.-Marien-Kirche oder der Herz-Jesu-Kirche
- die geplante Restaurierung des Kantorhauses mit alten Holzbalken
- Entkernung und Umbau der Backsteinbauten im neuen Quartier an der Schwanebecker Chaussee
- Schweißarbeiten an Stahlbauteilen, Leitungen oder Hallendächern in den Gewerbegebieten Schönow, Rehberge und Ladeburg
- Brandsicherheitsposten bei Veranstaltungen in der Stadthalle in der Hussitenstraße oder in der Sparkassen-Arena
- Ausfall einer Brandmeldeanlage, bis die Technik wieder läuft
Zur Stadt allgemein lesen Sie die Seite Sicherheitsdienst Bernau bei Berlin.
Was die Brandwache während und nach den Arbeiten macht
Vor Beginn sieht sich die Brandwache den Arbeitsbereich an: Wo liegt brennbares Material, sind Fugen, Hohlräume oder Durchbrüche abgedeckt, stehen Löschmittel bereit und funktionieren sie? Während der Arbeiten beobachtet sie den Bereich ständig, auch Nachbarräume und darunterliegende Geschosse, in die Funken fallen können. Kommt es zu einem Glutnest oder Entstehungsbrand, löscht sie mit den bereitgestellten Mitteln und alarmiert die Feuerwehr.
Nach Ende der Heißarbeiten bleibt die Brandwache vor Ort und kontrolliert den Bereich weiter, weil Glut in Holzbalken oder Dämmung oft erst später aufflammt. Die Dauer richtet sich nach Ihrem Erlaubnisschein und den Vorgaben Ihres Versicherers. Unsere Kräfte werden vor Ort in die vorhandenen Löschmittel eingewiesen. Eine Wärmebildkamera setzen wir ein, wenn Sie eine bereitstellen.
In Gewerbehallen sieht die Aufgabe anders aus: Hier geht es um Paletten, Verpackung und Dämmstoffe in der Nähe der Arbeitsstelle, um Kabeltrassen unter Dachträgern und um Bereiche, die während der Arbeiten weiterlaufen. Die Brandwache achtet darauf, dass Abstände eingehalten und Abdeckungen nicht verschoben werden.
Arbeiten an Denkmalen und in bewohnten Altbauten
In der St.-Marien-Kirche und anderen Denkmalen sind Dachstühle aus altem, trockenem Holz und schwer zugängliche Hohlräume das größte Risiko. Zugleich dürfen Kunstwerke wie der Flügelaltar nicht durch Löschwasser oder Pulver Schaden nehmen. Wir stimmen deshalb mit Bauleitung und Kirchengemeinde ab, welche Löschmittel wo bereitstehen und wann Arbeiten unterbrochen werden.
Bernau zählt zu unserer Kernregion Nord. Die Einsätze planen wir über die Zweigniederlassung an der Aroser Allee 81 in Berlin, in Bernau selbst gibt es kein Büro. Bei länger laufenden Sanierungen teilen wir möglichst dieselben Kräfte ein, damit sie Gebäude und Abläufe kennen. Mehr zur Leistung lesen Sie unter Brandwachen, zum Land unter Brandwache in Brandenburg.
Qualifikation
Unsere Brandwachen haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO und werden für jeden Einsatz in Gebäude, Fluchtwege und Löschmittel eingewiesen. Staffsec ist nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Jede Brandwache führt ein Protokoll mit Beginn und Ende der Arbeiten, Kontrollen und Besonderheiten, das Sie für Versicherer und Bauakte erhalten.
Bevor die erste Flamme brennt, klären wir mit Ihnen, wer den Erlaubnisschein ausstellt, wer die Arbeiten freigibt und wen die Brandwache bei einer Störung zuerst anruft. Diese Absprache steht schriftlich im Einsatzauftrag, damit auch eine Vertretung sofort weiß, was gilt.
Was eine Brandwache in Bernau kostet
Brandwachen in Bernau kalkulieren wir mit einem Richtwert von 23 bis 50 € netto je Stunde. Ins Gewicht fallen vor allem die Dauer der Nachkontrolle, Einsätze am Abend oder in der Nacht, wenn Arbeiten außerhalb der Nutzungszeiten einer Kirche oder Halle stattfinden, und die Frage, ob mehrere Arbeitsbereiche gleichzeitig beobachtet werden müssen. Bei einer Sanierung mit wiederkehrenden Heißarbeiten über Wochen planen wir mit Ihnen einen festen Rahmen, der sich nach Baufortschritt anpassen lässt.


