Eine Altstadt, die Feuer nicht verzeiht
Rund 1.300 Backsteinhäuser in Lüneburg stehen unter Denkmalschutz. Seit den 1970er Jahren wurde die Altstadt Stück für Stück restauriert, und an vielen Fassaden, Dächern und Innenräumen wird bis heute gearbeitet. Hinter den Giebeln verbergen sich Holzbalkendecken, alte Dachstühle und enge Treppenhäuser. Dazu kommt das Senkungsgebiet über dem Salzstock, in dem der Boden bis heute langsam absinkt.
Die großen Kirchen zeigen, wie viel Holz in diesen Bauten steckt. St. Johannis am Platz Am Sande, zwischen 1289 und 1470 errichtet, hat einen 108,7 Meter hohen Turm, dessen Spitze 220 Zentimeter aus dem Lot steht; nach einem Blitzschlag 1406 brannte er ab und wurde neu errichtet. Dazu kommen St. Michaelis, St. Nicolai und das Rathaus mit seiner barocken Marktfassade. Wer dort mit Flamme oder Funkenflug arbeitet, braucht eine Nachkontrolle, die über das Arbeitsende hinausgeht.
Wo in Lüneburg Brandwachen gebraucht werden
Die folgenden Beispiele beschreiben Gebäude und Lagen, an denen die Aufgabe in der Stadt entsteht. Es sind keine Referenzen:
- Dach-, Kupfer- und Abdichtungsarbeiten an Kirchen und Bürgerhäusern in der Altstadt, etwa rund um Am Sande und den Marktplatz.
- Das Zentralgebäude der Leuphana Universität mit einem Audimax für rund 1.200 Personen, Seminarzentrum und Mensa.
- Das Theater Lüneburg mit 542 Plätzen im Großen Haus und 140 Plätzen im Jungen Theater T.3.
- Die LKH-Arena an der Lüner Rennbahn, in der bis zu 3.500 Personen Platz finden.
- Produktions- und Lagerhallen im Industriegebiet Hafen und an der Lüner Heide, in denen bei Umbau und Instandhaltung geschweißt und geschnitten wird.
Brandwache nach Heißarbeiten
Schweißen, Trennschleifen, Löten und das Abflammen von Dachbahnen gehören zu den häufigsten Brandursachen auf Baustellen. Glutnester entstehen in Fugen, hinter Verkleidungen oder in Dämmstoffen und machen sich oft erst Stunden später bemerkbar. Die Erlaubnisscheine für feuergefährliche Arbeiten sehen deshalb eine Brandwache während der Arbeiten und eine Nachkontrolle danach vor.
Unsere Kräfte halten sich an die Vorgaben aus dem Erlaubnisschein. Sie stehen mit Feuerlöscher oder Löschdecke bereit, beobachten die Arbeitsstelle und die angrenzenden Räume, auch darunter und darüber, und gehen nach Arbeitsende die gefährdeten Bereiche wiederholt ab. Eine Wärmebildkamera setzen wir ein, wenn Sie eine bereitstellen. Erst wenn die Nachkontrolle ohne Befund endet, wird die Stelle freigegeben.
Brandsicherheitswache in Sälen und bei Technikausfall
Fällt in einem Gebäude die Brandmeldeanlage aus oder wird sie für Arbeiten abgeschaltet, ersetzen ständige Rundgänge die fehlende Technik. Wir gehen dann Flure, Treppenräume und Technikräume in festen Abständen ab, halten Rettungswege frei und alarmieren die Feuerwehr, wenn es brennt.
Bei Veranstaltungen in Sälen wie dem Audimax, dem Theater oder der Arena verlangt das Brandschutzkonzept oft zusätzliches Personal. Unsere Kräfte achten darauf, dass Notausgänge frei bleiben, dass Dekoration und Bühnentechnik keine Rettungswege verstellen, und unterstützen bei einer Räumung die Lenkung der Gäste. Die Brandsicherheitswache der Feuerwehr ersetzen wir nicht, wo sie vorgeschrieben ist; wir ergänzen sie nach Absprache.
Schnell besetzt, sauber dokumentiert
Lüneburg liegt in unserer Kernregion Nord. Wir planen aus dem Hauptsitz in Neumünster und haben kein Büro in Lüneburg. Für kurzfristige Ausfälle der Technik sind wir rund um die Uhr unter +49 4321 78 33 590 erreichbar und klären Zeitpunkt und Umfang direkt am Telefon. Auch Einsätze in Uelzen oder Celle lassen sich mit Lüneburg verbinden.
Unsere Kräfte haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO und sind vor dem Einsatz in die Löschmittel vor Ort eingewiesen. Jeder Rundgang steht mit Uhrzeit und Feststellung im Protokoll. Mehr zur Leistung finden Sie auf der Seite Brandwachen.
Was eine Brandwache in Lüneburg kostet
Brandwachen werden nach Stunden abgerechnet. Der Richtwert liegt bei 23 bis 50 € netto je Stunde. Weil Heißarbeiten oft am Abend enden und die Nachkontrolle bis in die Nacht reicht, spielt der Nachtanteil eine große Rolle, ebenso Einsätze an Sonn- und Feiertagen.
Weitere Einflussgrößen sind die Vorlaufzeit, die Zahl der Kräfte und die Dauer eines Technikausfalls. Für planbare Arbeiten erhalten Sie vorab ein festes Angebot, bei einem plötzlichen Ausfall nennen wir Ihnen die Bedingungen am Telefon.


