Feuer in der Stadtgeschichte
Rheine hat mehrfach erlebt, wie schnell sich Feuer in einer dicht bebauten Altstadt ausbreitet. Im September 1647 gingen bei den Angriffen schwedischer Truppen nach dem Ratsprotokoll 339 Häuser in Flammen auf, im Oktober folgten 26 weitere. Am gleichen Tag brannte auch das Kloster Bentlage größtenteils nieder. 1759 vernichtete ein Brand den Falkenhof und 70 weitere Gebäude.
Heute geht das Risiko nicht mehr von Belagerung aus, sondern vom Alltag auf der Baustelle: vom Schweißgerät am Stahlträger, vom Brenner beim Verlegen von Dachbahnen, vom Trennschleifer im Altbau. Funken und heiße Partikel fliegen weiter, als man denkt, und ein Glutnest in Holzbalken oder Dämmung kann Stunden später aufflammen.
Gebäude, bei denen besondere Vorsicht gilt
Dazu kommen Produktionshallen in Baarentelgen und im Industriegebiet Nord, Kühlhäuser und Lager mit Verpackung und Paletten, in denen Wartungsarbeiten mit offener Flamme ebenfalls eine Brandwache brauchen.
- Stadtkirche St. Dionysius: um 1400 begonnen, Turm spätestens 1520 vollendet
- Basilika St. Antonius an der Osnabrücker Straße: 1899 bis 1905 erbaut, rund 90 Meter lang, Westturm 102,5 Meter
- Kloster Bentlage: vierflügelige Anlage, ab 1463 schrittweise errichtet, 1645 vollendet, nach dem Brand bis 1662 wiederaufgebaut
- Falkenhof: Stadtmuseum auf einem Bau- und Bodendenkmal
- Saline Gottesgabe mit ihrem fast 300 Meter langen Gradierwerk
- Spinnerei Kümpers an der Walshagenstraße, denkmalgeschützt
- Stadthalle am Humboldtplatz mit Bühne und großem Saal
Kirche, Kloster, Kühlhaus: drei verschiedene Lagen
In Kirchen und Klosterbauten steckt das Risiko in Dachstühlen, Gewölbezwickeln und Hohlräumen hinter Verkleidungen. Dort ist die Sicht eingeschränkt, Zugänge sind eng, und bis die Feuerwehr den Turm erreicht, vergeht Zeit. Hier legen wir besonderen Wert auf die Nachkontrolle und auf freie Wege zu den Treppen.
Bei Klosteranlagen wie Bentlage, in denen Museum, Galerie und Werkstätten untergebracht sind, kommen Kunstwerke und Exponate hinzu, die vor Funken und Löschwasser geschützt werden müssen. Hier stimmen wir mit dem Haus ab, was abgedeckt oder ausgelagert wird.
In Kühl- und Tiefkühlhallen sind die Wände häufig mit Sandwichpaneelen gedämmt. Werden dort Leitungen geschweißt oder Regale angepasst, kann sich ein Brand im Kern der Paneele ausbreiten, ohne sofort sichtbar zu sein. Hier gehört die Kontrolle angrenzender Wandflächen fest in den Ablauf.
Eine eigene Lage bildet das Gradierwerk der Saline Gottesgabe. Gradierwerke sind in der Regel Holzgerüste, die mit Dornreisig gefüllt sind. Werden daran Stahlteile ersetzt oder Pumpen und Leitungen erneuert, liegt viel trockenes Material in Reichweite der Funken. Wir empfehlen hier, die Arbeitsabschnitte klein zu halten und jeden Abschnitt vor dem nächsten gründlich nachzukontrollieren.
Ablauf einer Brandwache
Vor Beginn sehen wir uns mit dem ausführenden Betrieb die Arbeitsstelle an, prüfen die schriftliche Erlaubnis für feuergefährliche Arbeiten und die bereitgestellten Feuerlöscher und klären, wo Brandmelder abgeschaltet werden und wer sie wieder zuschaltet. Brennbare Stoffe in der Umgebung werden entfernt oder abgedeckt, soweit das vereinbart ist.
Während der Arbeiten steht unsere Kraft in Sichtweite, beobachtet Funkenflug, auch in Nachbarräumen und unteren Geschossen, und greift bei einem Entstehungsbrand ein. In die Löschmittel wird sie vor Ort eingewiesen. Nach dem letzten Schnitt bleibt sie für die vereinbarte Zeit und kontrolliert danach erneut. Eine Wärmebildkamera nutzen wir, wenn Sie eine bereitstellen. Alle Kontrollen stehen mit Uhrzeit im Bericht.
Einsatz in Rheine ohne eigenes Büro
Staffsec hat seinen Hauptsitz in Neumünster und plant in Norddeutschland mit eigenem Personal. Im Münsterland sind wir nicht mit einem Büro vertreten, Brandwachen in Rheine übernehmen wir vorhabenbezogen. Am besten senden Sie uns den Bauzeitenplan der Heißarbeiten, damit wir die Besetzung für alle Tage sicher planen können.
Wir sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert, rund um die Uhr erreichbar unter +49 4321 78 33 590. Mehr über die Leistung erfahren Sie unter Brandwachen, die Übersicht für das Land unter Brandwache in Nordrhein-Westfalen.
Was eine Brandwache kostet
Auch bei der Brandwache gilt der Richtwert von 23 bis 50 € netto je Stunde. Den Gesamtpreis bestimmen die Zahl der Arbeitstage, die Länge der Nachkontrolle und der Anteil an Abend-, Nacht- oder Wochenendstunden. In einer Kirche oder einem Dachstuhl dauert die Nachkontrolle meist länger als in einer Stahlhalle. Weil unsere Kräfte anreisen, sind zusammenhängende Arbeitsblöcke günstiger als einzelne Tage mit Pausen dazwischen. Reise- und Übernachtungskosten zeigen wir getrennt.


