Bauen an einem Verkehrsknoten
Durch die Veddel läuft einer der meistbefahrenen Zugänge zur Hamburger Innenstadt. Am Abzweig Veddel, wo die A 255 von der A 1 abgeht, zählt man werktags rund 120.000 Fahrzeuge. Darüber führen die Neue Elbbrücke mit B 4 und B 75 sowie die Eisenbahnbrücken über die Norderelbe, auf denen täglich rund 660 Züge fahren. Bauarbeiten an diesen Bauwerken finden deshalb oft unter laufendem Verkehr, nachts oder in kurzen Sperrfenstern statt.
Für Baustellen heißt das: Material wird in der Nähe gelagert, Container stehen auf engen Restflächen zwischen Rampen und Bahndamm, und in den Stunden ohne Arbeit ist das Gelände zwar von Autos umgeben, aber von niemandem beobachtet. Gerade dort verschwinden Kupferkabel, Werkzeug und Diesel.
Bauvorhaben im und am Stadtteil
Diese Vorhaben zeigen, welche Art von Baustellen auf der Veddel vorkommt. Sie sind Beispiele für den Bedarf, keine Referenzen:
- Neue Elbbrücke – Erneuerung der Übergangskonstruktionen in Fahrtrichtung Innenstadt von Mai bis Oktober 2025, die Gegenrichtung ist für 2026 im gleichen Zeitraum angesetzt
- Eisenbahnbrücken über die Norderelbe – geplanter Ersatz der beiden denkmalgeschützten Brücken und eine dritte Brücke, Baubeginn frühestens Anfang der 2030er Jahre
- Aurubis Werk Hamburg auf der Peute – Investitionsprojekte wie neue Anodenöfen und Anlagen für Industriewärme, umgesetzt im Stillstand 2024
- Batterierecycling bei Aurubis – Pilotanlage seit 2022, eine Anlage im industriellen Maßstab ist angekündigt
- Bestandsgebäude im Wohnquartier und auf der Peute, darunter denkmalgeschützte Gewerbebauten, bei denen Sanierungen anfallen
Was wir auf der Baustelle übernehmen
Die Bewachung beginnt, wenn Ihre Leute Feierabend machen, und endet, wenn sie morgens wiederkommen. Eine Kraft vor Ort kontrolliert den Bauzaun, prüft Container und Baustellenwagen auf Verschluss, sieht nach Maschinen, Kraftstofftanks und Kabeltrommeln und achtet darauf, dass niemand das Gelände betritt. Wo eine Daueranwesenheit nicht nötig ist, fahren wir die Baustelle mehrmals pro Nacht an.
Am Morgen übergibt die Wache an die Bauleitung, inklusive Bericht: Wer war da, was ist aufgefallen, wurde etwas beschädigt. Sind Schäden entstanden, dokumentieren wir sie mit Fotos, bevor gearbeitet wird. Das hilft bei der Klärung mit Versicherern und verhindert, dass Mängel später dem falschen Gewerk zugeschrieben werden.
Auf Baustellen innerhalb eines Werksgeländes gelten zusätzlich die Regeln des Betreibers. Dort stimmen wir uns mit der Werkssicherheit ab, damit sich Baustellenbewachung und Werkschutz ergänzen und nicht doppelt kontrollieren.
Besonderheiten zwischen Wasser und Bahndamm
Viele Baufelder auf der Veddel grenzen an Wasser: an die Norderelbe, den Müggenburger Zollhafen oder die Kanäle zur Peute. Die Wasserseite ist oft nicht eingezäunt und schwer einsehbar, Zugänge über Uferböschungen werden leicht übersehen. Bei der Begehung legen wir deshalb besonderes Augenmerk auf die Rückseiten.
Auch an die Sturmflutsaison ist zu denken. Die Flut von 1962 hat auf der Veddel und der Peute Menschenleben gekostet. Bei Hochwasserwarnung muss klar sein, wer Material sichert und wer die Baustelle räumt. Diese Abläufe schreiben wir mit Ihnen in die Dienstanweisung.
Organisation und Qualifikation
Hamburg liegt in unserer Kernregion Nord, die Einsatzplanung läuft über Neumünster. Für längere Bauzeiten setzen wir möglichst dieselben Kräfte ein, damit sie das Gelände, die Bauleitung und die Abläufe kennen. Alle haben die Unterrichtung nach § 34a GewO, das Unternehmen ist nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert.
Grundsätzliches zur Leistung lesen Sie unter Baustellenbewachung. Einen Überblick über den Stadtteil bietet Sicherheitsdienst Hamburg-Veddel.
Womit Sie bei den Kosten rechnen sollten
Baustellenbewachung läuft meist nachts und am Wochenende, also gerade zu den Zeiten mit Zuschlägen. Den Rahmen setzt der Richtwert von 23 bis 50 € netto je Stunde. Wo Ihre Baustelle darin liegt, hängt davon ab, ob eine Kraft dauerhaft anwesend sein soll oder ob mehrere Anfahrten pro Nacht genügen, wie lange die Bauzeit ist, wie groß und unübersichtlich das Gelände ist und ob Aufgaben wie Zufahrtskontrolle tagsüber hinzukommen. Für kurze Sperrpausen an Brücken lässt sich die Bewachung auf einzelne Nächte begrenzen.


