Acht Jahrhunderte Baugeschichte auf engem Raum
Die Abteikirche Sayn wurde im Mai 1202 geweiht. Ihr Schiff wuchs um 1255 nach Westen, der gotische Chor kam um 1450 dazu, der heutige Turm entstand 1731 bis 1733. Vom romanischen Kreuzgang ist nur der Westflügel erhalten, darin das Brunnenhaus mit einem zweischaligen Brunnen; das ehemalige Konventsgebäude dient heute als Herberge und für Tagungen. In der Kernstadt bezieht die katholische Pfarrkirche St. Medardus, gebaut 1864 bis 1867, das Reichardsmünster aus der Zeit um 1230 ein.
Die evangelische Medarduskirche wurde 1954 bis 1956 neu errichtet und bewahrt in der Apsis ein Fresko aus dem 13. Jahrhundert. Dazu kommen das Haus Remy von 1747 und der evangelische Gemeindesaal in der früheren reformierten Kirche von 1775. In solchen Gebäuden stecken alte Dachstühle, Hohlräume hinter Verkleidungen und Ausstattung, die nicht ersetzt werden kann.
Wo in Bendorf Heißarbeiten anfallen
Beispiele aus der Stadt, ohne Auftraggeber zu nennen:
- Sayner Hütte: Gießhalle von 1828 bis 1830 als tragende Gusseisenkonstruktion, heute Museum und Veranstaltungshalle
- Abtei Sayn mit Kirche, Kreuzgang und Konventsgebäude
- Schloss Sayn mit der Doppelkapelle von 1860 bis 1862
- Mehrzweckhalle in Sayn, die bis 2027 zur Sääner Hall saniert wird
- Rheinhafen mit Kaimauer, Krananlagen und dem Tanklager an der Werftstraße
Metall, Mineralöl und alte Dächer
Jeder dieser Orte verlangt eine andere Brandwache. An der Sayner Hütte ist Metall das Thema: Wer dort Teile schweißt, trennt oder schleift, erzeugt Funkenflug und Wärme, die sich über eine Gusseisenkonstruktion weit fortleiten kann. In Kirchen und im Schloss geht es um Dachstühle und Ausstattung, die bei Löt- und Abdichtungsarbeiten schnell Feuer fangen. Am Hafen schließlich gilt die Freigabe des Betreibers: Dort arbeitet niemand mit offener Flamme, ohne dass der Bereich vorher gemessen und freigegeben ist.
Unsere Kräfte richten sich nach Ihrem Erlaubnisschein für feuergefährliche Arbeiten. Sie prüfen vor Beginn, ob brennbare Stoffe entfernt oder abgedeckt sind, stehen während der Arbeit mit einem Löschmittel bereit, das Sie stellen, und beobachten angrenzende Räume und Hohlräume.
Bei Denkmälern kommt der Schutz der Ausstattung hinzu. In der Abteikirche steht eine Orgel aus dem Jahr 1778, im Schloss liegt die Kapelle mit dem Armreliquiar der heiligen Elisabeth, in der Apsis der evangelischen Kirche der Kernstadt ist das mittelalterliche Fresko zu schützen. Abdeckungen, Abstände und der Weg für einen Löschangriff werden deshalb vor Beginn gemeinsam mit Bauleitung und Eigentümer festgelegt. Unsere Kraft achtet während der Arbeit darauf, dass diese Schutzmaßnahmen nicht im Laufe des Tages beiseitegeräumt werden, und meldet es sofort, wenn das passiert.
Nachkontrolle und Brandsicherheitsposten
Glutnester entstehen oft dort, wo niemand hinsieht, und zeigen sich erst lange nach Arbeitsende. Wir bleiben deshalb nach dem letzten Schweißpunkt vor Ort und kontrollieren die Bereiche in der Zeit, die Ihr Erlaubnisschein vorgibt, auch in Zwischendecken, Dachräumen und hinter Wandverkleidungen. Erst danach wird die Arbeitsstelle übergeben, mit Uhrzeit und Unterschrift im Protokoll.
Bei Veranstaltungen in Hallen, etwa auf dem Gelände der Sayner Hütte oder später in der Sääner Hall, stellen wir auf Anforderung Brandsicherheitsposten. Sie halten Rettungswege frei, kennen den Standort von Feuerlöschern und Wandhydranten und werden vorab vor Ort eingewiesen.
Vorhabenbezogen aus dem Norden
Staffsec hat seinen Sitz in Neumünster und Niederlassungen in Berlin und Bremen; ein Büro in Rheinland-Pfalz gibt es nicht. Brandwachen in Bendorf planen wir vorhabenbezogen. Viele Heißarbeiten sind kurzfristig angesetzt; wir sagen deshalb nur zu, wenn wir Personal und Anreise für den konkreten Termin sicher stellen können, und nennen Ihnen das offen.
Unsere Kräfte sind nach § 34a GewO unterrichtet oder sachkundig geprüft, für die Aufgabe vor Ort eingewiesen und dokumentieren jede Wache. Wir sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert und unter +49 4321 78 33 590 rund um die Uhr erreichbar.
Die Übersicht für die Stadt steht unter Sicherheitsdienst Bendorf; für Industrie weiter rheinabwärts siehe Andernach.
Kosten einer Brandwache
Wir rechnen mit 23 bis 50 € netto je Stunde als Richtwert. Bei Brandwachen bestimmen vor allem die Dauer der Heißarbeiten, die Länge der Nachkontrolle und der Anteil an Abend-, Nacht- oder Wochenendstunden den Preis; viele Dacharbeiten an Denkmälern werden außerhalb der Besuchszeiten erledigt.
Kurze Einsätze von wenigen Stunden fassen wir, wenn möglich, mit der Nachkontrolle zu einer Schicht zusammen. Weitere Informationen bietet Brandwache in Rheinland-Pfalz.


