Viel Denkmal, viel Holz, viele Menschen
Im Bezirk Pankow stehen allein in Prenzlauer Berg mehr als 300 Gebäude unter Denkmalschutz. Dazu gehören frühere Brauereien in der Mila- und der Knaackstraße, das Stadtbad Oderberger Straße und der Wasserturm. In den Ortsteilen weiter nördlich kommen barocke Bauten, Dorfkirchen aus Feldstein und Fabrikgebäude aus der Gründerzeit hinzu.
In solchen Häusern verbergen sich hinter Putz und Verkleidung oft Holzbalkendecken, Dachstühle und Hohlräume, in denen sich ein Funke unbemerkt festsetzen kann. Eine Brandwache sorgt dafür, dass ein Schwelbrand entdeckt wird, bevor er sich ausbreitet.
Gebäude im Bezirk mit erhöhtem Brandschutzbedarf
Die folgenden Bauten zeigen, wo im Bezirk bei Arbeiten oder Veranstaltungen besondere Vorsicht nötig ist. Sie sind Beispiele, keine Auftraggeber:
- Kulturbrauerei in Prenzlauer Berg – denkmalgeschütztes Backsteinensemble von rund 25.000 Quadratmetern mit Kino, Theater und Clubs
- Schloss Schönhausen in Niederschönhausen – Festsaal mit Konzerten und Lesungen, Schloss und Park unter Denkmalschutz
- Zeiss-Großplanetarium am Ernst-Thälmann-Park – seit Januar 2025 in der Berliner Denkmalliste
- Schlosskirche Buch von 1731 bis 1736, eine der wenigen Barockkirchen Berlins
- Dorfkirche Karow aus dem 13. Jahrhundert, das älteste Gebäude des Bezirks
- Hallen der Schienenfahrzeugfertigung in Wilhelmsruh
Heißarbeiten begleiten
Schweißen, Trennschleifen, Löten oder das Verkleben von Dachbahnen mit offener Flamme sind die häufigsten Anlässe für eine Brandwache. Bevor die Arbeit beginnt, schauen wir uns den Bereich gemeinsam mit dem Verantwortlichen an: Liegen brennbare Stoffe in der Nähe, gibt es Fugen und Durchbrüche in angrenzende Räume, wo stehen Feuerlöscher und wie ist der Fluchtweg?
Während der Arbeit beobachtet die Brandwache Funkenflug und Wärmeentwicklung, auch in den Räumen darüber und darunter. Nach Ende der Arbeiten bleibt sie für die vereinbarte Nachkontrolle vor Ort und prüft Hohlräume, Fugen und Dachanschlüsse. Wenn Sie eine Wärmebildkamera bereitstellen, setzen wir sie dabei ein.
Entsteht ein Brand, alarmiert die Brandwache sofort die Feuerwehr über 112, warnt die Personen im Gebäude und unternimmt, soweit gefahrlos möglich, erste Löschversuche mit den vorhandenen Löschern.
Brandsicherheit bei Veranstaltungen und ausgefallener Technik
Auch ohne Bauarbeiten kann eine Brandwache nötig sein. Fällt die Brandmeldeanlage eines Gebäudes aus oder wird sie für Umbauten abgeschaltet, ersetzen unsere Kräfte die Überwachung durch regelmäßige Rundgänge, bis die Technik wieder läuft. Bei Veranstaltungen in historischen Sälen übernehmen wir in Absprache mit Betreiber und Behörden Aufgaben des Brandsicherheitsdienstes, etwa das Freihalten von Rettungswegen.
In großen Hallen im Bezirk wie dem Velodrom mit bis zu 12.000 Plätzen oder der Max-Schmeling-Halle können bei Auf- und Abbau Arbeiten anfallen, bei denen eine zusätzliche Brandwache sinnvoll ist. Welche Pflichten im Einzelfall gelten, legt die zuständige Stelle fest.
Für jede Brandwache halten wir schriftlich fest, wann die Arbeiten begonnen und geendet haben, wie lange nachkontrolliert wurde und was dabei auffiel. Dieser Nachweis hilft Ihnen gegenüber Bauherr, Versicherung und Denkmalbehörde.
Organisation und Qualifikation
Brandwachen für Pankow planen wir in der Zweigniederlassung Berlin in der Aroser Allee 81 in Reinickendorf. Ein Büro im Bezirk haben wir nicht. Weil Heißarbeiten oft kurzfristig angesetzt werden, stimmen wir Beginn und Ende eng mit Ihrer Bauleitung ab.
Unsere Kräfte sind nach § 34a GewO unterrichtet oder sachkundegeprüft und werden vor dem Einsatz am Objekt eingewiesen, auch in die Bedienung der dort vorhandenen Löscher. Wir arbeiten nach DIN 77200 und sind nach ISO 9001 zertifiziert. Weitere Leistungen im Bezirk finden Sie unter Sicherheitsdienst Berlin-Pankow, einen Überblick für die Stadt unter Brandwache Berlin.
Was eine Brandwache kostet
Für Brandwachen gilt ein Richtwert von 23 bis 50 € netto je Stunde. Den Ausschlag gibt vor allem, wann gearbeitet wird: Heißarbeiten tagsüber mit kurzer Nachkontrolle liegen meist niedriger als Einsätze, die nachts, am Wochenende oder über mehrere Schichten laufen.
Fällt eine Brandmeldeanlage für Tage aus, kommt eine durchgehende Besetzung in Frage, die entsprechend mehr Stunden umfasst. Wir rechnen nach tatsächlich geleisteten Stunden ab und nennen Ihnen vorab eine Schätzung.


