Warum in Farmsen-Berne Brandwachen gefragt sind
Industrie mit Schweißhallen hat der Stadtteil kaum. Brandwachen werden hier aus anderen Gründen gebraucht: Viele Gebäude sind alt, aus Holz und Ziegel gebaut oder stehen unter Denkmalschutz. Wenn Dachdecker Bitumenbahnen aufschweißen, Installateure Kupferleitungen löten oder Metallbauer Geländer trennen, entstehen Funken und Hitze an Stellen, die man nicht ohne Weiteres einsehen kann.
Eine Brandwache beobachtet die Arbeitsstelle während der Heißarbeiten, hält Löschmittel bereit und kontrolliert danach, ob sich in Dachstühlen, Zwischendecken oder Dämmungen etwas entzündet hat.
In bewohnten Siedlungen kommt eine weitere Sorge hinzu: Nebenan leben Familien, oft nur durch eine Brandwand getrennt. Ein unbemerkter Schwelbrand im Dach eines Reihenhauses betrifft schnell die ganze Zeile. Deshalb nehmen wir die Nachkontrolle dort besonders ernst.
Gebäude, bei denen besondere Vorsicht gilt
Diese öffentlich bekannten Gebäude zeigen, wo Heißarbeiten in Farmsen-Berne heikel sein können. Sie benennen keine Auftraggeber:
- Herrenhaus Berne im Berner Gutspark, erweitert 1890 und 1893, mit späteren Umbauten im Inneren
- Beamtenhäuser an der August-Krogmann-Straße, errichtet 1904 bis 1911 im Heimatstil
- Karl-Schneider-Halle von 1928, Sporthalle und Aula der damaligen Volksschule
- Reihenhäuser der Gartenstadt Farmsen, seit 2003 Baudenkmal
- Häuser der Gartenstadt Berne, teils aus Backstein im Stil des Neuen Bauens
- Eissporthalle Farmsen am Berner Heerweg
Ablauf bei Heißarbeiten
Vor Beginn gehen wir mit dem ausführenden Betrieb die Arbeitsstelle durch: Was brennt in der Nähe, wo liegen Hohlräume, wo ist der nächste Feuerlöscher, wie wird die Feuerwehr alarmiert? Brennbare Materialien werden entfernt oder abgedeckt. Während der Arbeiten steht die Brandwache in Sichtweite und achtet auf Funkenflug, Glut und Rauch.
Nach Ende der Heißarbeiten beginnt die Nachkontrolle. In alten Dachstühlen kann ein Schwelbrand erst nach Stunden sichtbar werden. Wir kontrollieren daher auch nach Arbeitsende in festgelegten Abständen und dokumentieren jeden Durchgang. Die Dauer richten wir nach der Erlaubnis für Heißarbeiten und den Vorgaben des Versicherers.
Brandwache bei abgeschalteter Meldeanlage
Eine zweite Aufgabe entsteht, wenn in Hallen, Schulen oder Verwaltungsbauten die Brandmeldeanlage für Wartung oder Umbau außer Betrieb ist. In dieser Zeit fehlt die automatische Alarmierung. Eine Brandwache geht das Gebäude in Runden ab, prüft Rettungswege und meldet einen Brand sofort an die Feuerwehr.
Bei Veranstaltungen kann die Brandwache auch vorgeschrieben sein, etwa wenn Pyrotechnik oder offene Flammen eingesetzt werden. Das klären wir vorab mit Ihnen und, wo nötig, mit der Behörde.
Brandwachen in den Nachbarstadtteilen Wandsbek und Rahlstedt planen wir mit denselben Kräften.
Personal und Organisation
Unsere Brandwachen sind im Umgang mit Feuerlöschern geschult und haben eine Unterrichtung oder Sachkundeprüfung nach § 34a GewO. Die Einsätze in Hamburg planen wir aus dem Hauptsitz in Neumünster; die Stadt gehört zur Kernregion Nord. Zertifiziert sind wir nach ISO 9001 und DIN 77200.
Kurzfristige Anfragen, etwa wenn ein Handwerker am nächsten Morgen beginnen will, nehmen wir rund um die Uhr unter +49 4321 78 33 590 entgegen. Übersicht über alle Leistungen: Sicherheitsdienst Hamburg-Farmsen-Berne.
Kosten einer Brandwache
Der Richtwert beträgt 23 bis 50 € netto je Stunde. Eine Brandwache während der regulären Arbeitszeit liegt im unteren Bereich. Teurer wird es durch den Nachtanteil, wenn die Nachkontrolle bis in die späten Abendstunden reicht, oder wenn eine Meldeanlage über Tage und Nächte durchgehend ersetzt werden muss.
Wir rechnen nach tatsächlichen Stunden ab und weisen Nachtstunden und Zuschläge getrennt aus. Mindesteinsatzzeiten nennen wir im Angebot vorab.
Für Handwerksbetriebe, die in Farmsen-Berne mehrere Häuser hintereinander bearbeiten, etwa bei der Dachsanierung einer Häuserzeile in der Gartenstadt, lässt sich die Brandwache über die gesamte Bauzeit planen. Die Kraft wechselt dann mit der Kolonne von Haus zu Haus, kennt die Abläufe und braucht keine neue Einweisung. Das spart Zeit am Morgen und sorgt dafür, dass die Nachkontrolle am Abend lückenlos an die Arbeit anschließt. Wichtig ist uns, dass vor jedem Einsatz eine gültige Erlaubnis für die Heißarbeiten vorliegt; ohne sie beginnen wir nicht.


