Warum Revierdienst gerade in Schleswig-Holstein passt
Schleswig-Holstein hat viele Gewerbeflächen, aber wenige Ballungen. Zwischen den Städten liegen Gewerbegebiete an Autobahnausfahrten, Hallen auf ehemaligen Höfen, Ferienanlagen an der Küste und Liegenschaften, die nur zeitweise genutzt werden. Ein fester Wachposten wäre für die meisten dieser Objekte zu teuer und zu viel.
Der Revierdienst teilt die Kosten: Eine Streife betreut in einer Nacht mehrere Objekte in einem Gebiet. Jedes Objekt wird zu wechselnden Zeiten angefahren, damit sich kein fester Rhythmus erkennen lässt. Zwischen den Kontrollen steht die Streife für Alarmmeldungen bereit.
- Außen- und Innenkontrollen mit festgelegten Prüfpunkten
- Öffnungs- und Schließdienste zu festen Uhrzeiten
- Alarmverfolgung nach Meldung einer Einbruch- oder Störmeldeanlage
- Kontrolle von Heizung, Wasser und Licht in Leerständen
- Kurzbericht nach jeder Anfahrt
Gebiete mit typischem Revierbedarf
Die folgenden Orte zeigen, wo im Land Revierdienst aus fachlicher Sicht sinnvoll ist, weil dort viele kleine und mittlere Objekte nah beieinander liegen. Sie beschreiben die Struktur, nicht vorhandene Aufträge.
- Gewerbe- und Industriegebiet Wellsee in Kiel: rund 200 Betriebe auf 160 Hektar, mit direkter Anbindung an die B404.
- Nordport in Norderstedt: mehr als 50 Firmen mit rund 3.500 Beschäftigten, überwiegend Logistik und Büro.
- Gewerbeflächen entlang der A7 in Neumünster, Kaltenkirchen und Henstedt-Ulzburg, wo Lager, Handel und Handwerk dicht nebeneinander liegen.
- Hafenrand in Lübeck mit den Terminals Skandinavienkai, Seelandkai und Schlutup und den angrenzenden Lager- und Logistikflächen.
- Messegelände in Rendsburg am Nord-Ostsee-Kanal, das zwischen den Messen über lange Zeit leer steht.
- Ferienorte an der Lübecker Bucht wie Scharbeutz und Neustadt in Holstein sowie Fehmarn, wo Anlagen außerhalb der Saison unbewohnt sind.
- Gewerbe in Heide und Husum an der Westküste, wo Betriebe weit auseinanderliegen und ein fester Posten selten wirtschaftlich ist.
- Flensburg und Schleswig im Norden, mit Handwerk, Handel und kommunalen Liegenschaften.
Touren im Land: Dichte entscheidet über die Reaktionszeit
Wie schnell eine Streife nach einem Alarm vor Ort ist, hängt davon ab, wie dicht die Objekte einer Tour beieinanderliegen. Im Hamburger Umland und in der Achse Neumünster – Kiel sind die Wege kurz. Dort lassen sich auch Kontrollen in engem Takt einrichten.
An der Westküste, in Nordfriesland und in Ostholstein sind die Entfernungen größer. Wir sagen Ihnen vorab ehrlich, welche Anfahrtszeit realistisch ist, und schlagen gegebenenfalls eine Kombination vor: technische Absicherung durch eine Alarmanlage, deren Meldungen bei uns auflaufen, und eine geplante Kontrolle zu wechselnden Zeiten.
Saisonale Schwankungen planen wir mit ein. Ferienanlagen an der Ostsee brauchen im Winter häufigere Kontrollen als im Sommer, Messehallen vor allem in den Wochen ohne Veranstaltung.
So richten wir Ihren Revierdienst ein
Vor dem Start fahren wir Ihr Objekt gemeinsam mit Ihnen ab. Wir legen fest, welche Türen, Tore und Räume geprüft werden, wo Schlüssel hinterlegt sind und wen wir bei einem Befund nachts anrufen. Schlüssel verwahren wir in einem gesicherten Schlüsseldepot und quittieren jede Entnahme.
Die Touren plant der Hauptsitz in Neumünster aus unserem Personalstamm in der Kernregion Nord. Jede Anfahrt wird mit Uhrzeit dokumentiert, Auffälligkeiten mit Foto. Alarmmeldungen nimmt unsere Leitstelle rund um die Uhr unter +49 4321 78 33 590 entgegen und schickt die nächste verfügbare Streife.
Personal, Fahrzeuge und Qualitätsstandard
Im Revierdienst fahren Kräfte mit Unterrichtung oder Sachkundeprüfung nach § 34a GewO. Für Kontrollen in Bereichen, die tatsächlich öffentlich zugänglich sind, etwa offene Parkflächen oder Durchgänge, verlangt das Gesetz die Sachkundeprüfung. Die Kräfte sind mit Funk, Taschenlampe und mobilem Gerät für die Dokumentation unterwegs.
Unsere Abläufe folgen ISO 9001 und DIN 77200. Dazu gehört, dass jede Tour einen Plan hat, Abweichungen begründet werden und Sie Berichte erhalten, die sich nachträglich prüfen lassen. Gerade gegenüber Versicherern ist dieser Nachweis oft wichtiger als die einzelne Kontrolle.
Die Fahrzeuge sind neutral oder dezent gekennzeichnet, je nachdem, was Sie wünschen. Manche Auftraggeber wollen, dass die Streife sichtbar abschreckt, andere legen Wert darauf, dass ihr Objekt nicht als bewacht auffällt. Beides lässt sich umsetzen. Für Kontrollen in weitläufigen Gewerbegebieten mit wenig Beleuchtung sind die Kräfte zusätzlich mit starken Handscheinwerfern ausgestattet, damit Zäune, Rückseiten von Hallen und Abstellflächen auch nachts vollständig eingesehen werden können. Wo Hunde auf dem Gelände frei laufen oder besondere Zugangswege bestehen, halten wir das in der Objektbeschreibung fest, damit jede Vertretung dieselben Informationen hat wie die Stammkraft.
Abrechnung im Revierdienst
Für den Revierdienst rechnen wir nach Zeitaufwand ab, der Richtwert liegt bei 23 bis 50 € netto je Stunde. Weil sich mehrere Objekte eine Tour teilen, ist der Anteil für ein einzelnes Objekt meist deutlich kleiner als bei einer festen Besetzung.
| Einflussgröße | Erklärung |
|---|---|
| Anzahl der Kontrollen | Eine Anfahrt pro Nacht oder mehrere über Nacht und Wochenende verteilt |
| Dauer je Kontrolle | Reine Außenkontrolle oder ausführlicher Innenrundgang |
| Lage | Objekt in einer dichten Tour oder abseits in der Fläche |
| Alarmverfolgung | Pauschal vereinbart oder nach tatsächlichem Einsatz |
| Schlüsseldienst | Verwahrung und Schließdienste als Zusatz |
Mehr zur Leistung lesen Sie auf der Seite Revier- und Interventionsdienste.


