Bauen im Verkehrsknoten Deutschlands
Durch Hessen laufen einige der wichtigsten Verkehrsachsen des Landes: das Frankfurter Kreuz, die Nord-Süd-Strecken der Bahn, der größte deutsche Flughafen. Entsprechend viel wird gebaut – an Straßen, Schienen, Tunneln und Brücken, aber auch an Rechenzentren, Gewerbehallen und Wohnquartieren. Viele dieser Vorhaben laufen über Jahre und liegen mitten in bewohntem Gebiet oder direkt neben stark befahrenen Strecken.
Was auf Baustellen verschwindet, ist meist teuer und schnell verkauft: Kupferkabel, Werkzeug, Baumaschinen, Diesel, Baustoffe. Dazu kommen Vandalismus, Brandstiftung an Containern und unbefugtes Betreten, das für Fremde gefährlich ist. Baustellenbewachung setzt genau dort an, wo nach Feierabend niemand mehr auf der Fläche ist.
Großbaustellen und Bauvorhaben in Hessen
Die genannten Vorhaben sind Beispiele für die Bautätigkeit im Land. Sie sind keine Aufträge von uns. Bei Großprojekten liegt die Bewachung meist beim Bauherrn oder Generalunternehmer; Bedarf entsteht häufig bei Nachunternehmern, Lagerflächen, Baustelleneinrichtungen und Nebenbaustellen.
- Riederwaldtunnel im Osten Frankfurts zwischen A 66 und A 661, zwei Röhren in offener Bauweise von rund einem Kilometer Länge, Fertigstellung für 2033 geplant
- Nordmainische S-Bahn von der Konstablerwache über Frankfurt-Ost, Fechenheim und Maintal bis Hanau Hauptbahnhof, rund 19,4 Kilometer, Spatenstich im Juni 2025
- Erkundungsbohrungen für den geplanten Fernbahntunnel unter der Frankfurter Innenstadt, seit Juni 2025 rund 150 Bohrungen
- Flughafen Frankfurt mit dem im April 2026 eröffneten Terminal 3 im Süden des Geländes – Bauarbeiten an einem Flughafen folgen strengen Zutrittsregeln
- Gateway Gardens am Flughafen, ein Quartier, das weiter mit Büros, Hotels und Gastronomie bebaut wird
- Rechenzentrumsstandorte im Frankfurter Ostend und im Gallus, wo Um- und Erweiterungsbauten technisch anspruchsvolle Baustellen bilden
- Investitionen der Firmen im Industriepark Höchst, deren Baustellen innerhalb eines Chemieparks besonderen Regeln folgen
- Gewerbegebiet Lohfeldener Rüssel bei Kassel, das seit 2009 gemeinsam mit der Stadt Kassel erschlossen wird
Jüngst abgeschlossene Projekte wie die neue Salzbachtalbrücke in Wiesbaden (2025) oder der Lückenschluss der A 49 zum Ohmtal-Dreieck (März 2025) zeigen, wie viele Jahre große Verkehrsbaustellen im Land gesichert werden müssen. Für Vorhaben in Frankfurt am Main, Maintal oder Hanau lohnt sich eine frühe Abstimmung.
Innenstadt, Autobahn, Freifläche: wie sich die Bewachung unterscheidet
Innerstädtische Baustellen in Frankfurt, Offenbach oder Wiesbaden sind meist eng, mit Bauzaun direkt am Gehweg und ständigem Publikumsverkehr. Hier zählen Präsenz am Zaun, Kontrolle von Containern und Kränen sowie das Verhindern von Klettereien, etwa am Wochenende. Linienbaustellen an Autobahn und Bahn sind lang gestreckt und schwer einzusehen; dort arbeiten wir mit Kontrollfahrten entlang der Lager- und Gerätestandorte.
Gewerbe- und Hallenbau auf der grünen Wiese, wie er in Nord- und Mittelhessen verbreitet ist, hat oft weder Beleuchtung noch Stromanschluss in der Anfangsphase. Eine Wache vor Ort braucht dann einen geeigneten Aufenthaltscontainer, und die Ablösung muss trotz größerer Entfernung pünktlich sein.
Wie wir eine Baustelle in Hessen übernehmen
Unsere Kernregion mit eigener Planung reicht von Schleswig-Holstein bis Berlin und Brandenburg. In Hessen arbeiten wir vorhabenbezogen. Wir prüfen zuerst Bauzeit, Bewachungszeiten, Anfahrt und Unterbringung. Wenn die Besetzung über die ganze Bauphase steht, bekommen Sie ein Angebot.
Zu Beginn begehen wir die Baustelle mit Bauleitung oder Polier. Wir halten fest, wo Geräte und Material stehen, welche Zufahrten nachts offen bleiben müssen, welche Firmen früh anliefern und wen wir bei einem Vorfall anrufen. Alles kommt in eine Dienstanweisung, die mit dem Baufortschritt angepasst wird.
- Begehung mit Bauleitung und Festlegung der Prüfpunkte
- Nachtwache, Wochenendwache oder Kontrollfahrten
- Zufahrtskontrolle für Anlieferungen und Nachunternehmer
- Tagesberichte mit Fotos bei Auffälligkeiten
- Erreichbare Einsatzleitung rund um die Uhr unter +49 4321 78 33 590
Sicherheit auf der Baustelle selbst
Auch das Wachpersonal unterliegt den Arbeitsschutzregeln der Baustelle: Schutzausrüstung, Unterweisung zu Gefahrenbereichen, Verhalten bei laufenden Maschinen. Bei Bahnbaustellen kommen die Regeln des Gleisbereichs hinzu, die ohne entsprechende Einweisung niemand betreten darf. Unser Personal hat die Unterrichtung oder Sachkundeprüfung nach § 34a GewO, die Abläufe sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert.
Typische Schäden und wie die Bewachung vorbeugt
Die meisten Verluste auf Baustellen folgen bekannten Mustern. In der Rohbauphase sind es Werkzeugcontainer, Rüttler und Kleingeräte, die über Nacht verschwinden. Sobald die Elektroinstallation beginnt, rücken Kabeltrommeln und verlegtes Kupfer in den Blick. Im Ausbau sind es Sanitärobjekte, Heizungstechnik und Fenster, die noch nicht eingebaut sind. Dazu kommen Dieseldiebstahl aus Baumaschinen und Graffiti oder Brandstiftung an Containern.
Gegenmaßnahmen sind oft einfach, müssen aber konsequent sein: Wertvolles Material sammeln und gut einsehbar lagern, Container nachts verschließen und kontrollieren, Baumaschinen an festen Stellen abstellen, Zaunlücken sofort melden. Die Bewachung achtet darauf, dass diese Regeln eingehalten werden, und berichtet der Bauleitung, wenn sich Schwachstellen auftun. So wird die Wache Teil der Baustellenorganisation, statt nur eine Person am Tor zu sein.
Kosten der Baustellenbewachung in Hessen
Als Richtwert gelten 23 bis 50 € netto je Stunde. Den Ausschlag geben Bewachungsform, Nacht- und Wochenendanteil, Bauzeit und der Aufwand für Anfahrt und Unterbringung außerhalb unserer Kernregion. Für lange Bauzeiten lässt sich die Bewachung an Bauphasen anpassen: dichter, solange viel Material auf der Fläche liegt, lockerer, wenn das Gebäude geschlossen ist.
| Bewachungsform | geeignet für |
|---|---|
| Feste Nachtwache | Baustellen mit vielen Geräten und Material |
| Kontrollfahrten | lange Linienbaustellen und kleinere Flächen |
| Wochenendwache | Baustellen mit hohem Risiko an freien Tagen |
| Zufahrtskontrolle tagsüber | enge Baustellen mit vielen Nachunternehmern |


